Kartellamts-Chef: Telekom soll Kabelgeschäft abgeben

Um mehr Wettbewerb bei Internet-Zugängen zu ermöglichen

Kartellamts-Chef Dieter Wolf hat die Deutsche Telekom (Börse Frankfurt: DTE) aufgefordert, sich möglichst bald von ihrem Fernseh-Kabelnetz zu trennen. Nur so könne es mehr Wettbewerb bei Internet-Zugängen geben, sagt er laut der Nachrichtenagentur Reuters bei einer Veranstaltung vor Wirtschaftsjuristen in Berlin.

Zuletzt war Anfang März die Deutsche Bank als Kauf-Interessent für das Kabelnetz aufgetreten. Doch die Telekom wies das Angebot der Banker „als viel zu niedrig“ zurück. Die Telekom wollte einen Kaufpreis von „deutlich über 20 Milliarden Mark“ erzielen. Im Gespräch waren aber nur fünf bis neun Milliarden Mark.

Über die Netze der Telekom werden 17,6 Millionen Haushalte versorgt, 6,5 Millionen davon direkt von der Telekom, der Rest über Anlagenbetreiber. Das eingespeiste Angebot umfaßt bis zu 33 analoge Fernseh-, 60 Digital-TV-, 36 UKW-Hörfunk- und mehr als 50 digitale Radioprogramme.

Die Telekom hatte zu Beginn dieses Jahres für ihr TV-Kabelgeschäft die neue Konzerntochter Kabel Deutschland GmbH mit Sitz in Bonn gegründet. Zum 1. Februar wurde die Mediaservices GmbH (München) gebildet. Das gesamte Kabelgeschäft einschließlich aller technischen Anlagen wurde auf die Kabel Deutschland übertragen. „Die neuen Töchter sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Kabels steigern und den Marktwert erhöhen“, sagte ein Telekom-Sprecher damals.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3301000

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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