Tesa-Film wird Datenspeicher

T-Rom soll weiter entwickelt werden

Tesa-Film kann man nicht nur zum Kleben verwenden. Jetzt hat der Hersteller Beiersdorf mit dem Heidelberger Unternehmen European Media Lab (EML) einen Vertrag abgeschlossen, um Tesa-Film als Datenspeicher weiter zu entwickeln.

Auch das nötige Laufwerk zum Abspielen der „T-ROM“ wollen die Partner entwerfen. Es könnte zukünftig in Westentaschen-PCs oder in digitale Miniatur-Videokameras eingebaut werden.

„Tesa Multi-Film, kristall-klar, läßt sich wegen verschiedener Eigenschaften hervorragend als Datenspeicher verwenden: Das Material ist temperaturbeständig, besitzt eine hohe Reinheit und genau die richtige Dicke“, schwärmen die EML-Wissenschaftler.

Steffen Noehte, Leiter des EML-Projekts „Optimem“ (Optical Memory) und sein Mitarbeiter Matthias Gerspach an der Universität Mannheim hatten entdeckt, daß eine handelsübliche Tesa-Rolle theoretisch 10 GByte Daten speichern kann. Dies entspricht der 15fachen Speicherkapazität einer CD.

Die Informationen werden optisch – mit einem gebündelten Halbleiterlaser – in den Film geschrieben. Ähnlich wie bei einer CD-ROM wären auf eine T-ROM gespeicherte Daten jederzeit lesbar, könnten aber nicht gelöscht werden.

Neben der Funktion als Datenspeicher sollen holographische Sicherheitscodes auf Tesa-Film entwickelt werden, um die Echtheit von Produkten überprüfen zu können sowie holographische Mikro-Barcodes zum Markieren von kleinen und sehr kleinen Gegenständen.

Das European Media Lab in Heidelberg ist eine 1997 gegründete Forschungsinstitution. Dort wird interdisziplinäre Forschung auf den Gebieten der Informatik, der Medien- und Kommunikationswissenschaften und der Technologieentwicklung betrieben.

Kontakt: EML, Tel.: 06221/533201

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1 Kommentar zu Tesa-Film wird Datenspeicher

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  • Am 4. August 2006 um 4:56 von Kalles koksnutten

    Innovation!
    krass das nen ich miniaturisierung!
    Und dazu noch so billig!

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