EU prüft Telekom-Gebühr für letzte Meile

Europäischer Regulierer nimmt Entscheidung des deutschen Regulierers unter die Lupe

Die EU-Kommission hat sich der Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post angenommen. Die deutsche Behörde hatte im Februar entschieden, daß die Deutsche Telekom AG (Börse Frankfurt: DTE) ihren Wettbewerbern künftig 25,40 Mark monatlich für die sogenannte „letzte Meile“ berechnen darf. Die Telekom selbst hatte zuletzt 37,30 Mark beantragt, die Mitbewerber hielten höchstens 20 Mark für akzeptabel.

Ende vergangener Woche sind bei dem EU-Wettbewerbskommissar Karel Van Miert Klagen von Mannesmann Arcor, Telepassport und den sechs regionalen Telefongesellschaften Ewe Tel (Oldenburg), Hansenet (Hamburg), Isis Multimedia Net (Düsseldorf), Netcologne (Köln), Tesion (Stuttgart) und Vew Telnet (Dortmund) gegen den Entscheid eingegangen. Van Miert ist aber mittlerweile zusammen mit den anderen EU-Kommissaren zurückgetreten.

Eine Entscheidung auf Europaebene über die letzte Meile dürfte somit erst im Sommer fallen.

Die Telekom-Konkurrenten sehen in der Festsetzung der Gebühr eine deutliche Behinderung des Wettbewerbs. Die genehmigten Entgelte lägen „sowohl hinsichtlich der einmaligen als auch der monatlich zu zahlenden Summen deutlich, zum Teil um ein Vielfaches, über dem, was die Kunden der Telekom für die Bereitstellung eines Anschlusses zu zahlen haben“, teilten sie in einer Erklärung zur Klage mit.

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