Microsoft darf eigenes Java entwickeln

Gericht: Java-Urteil kein Hindernis für "Cool" / Microsoft hat die Pläne seit vier Jahren in der Schublade

Der US-Bezirksrichter Ronald Whyte hat entschieden, daß sein eigenes Urteil vom November vergangenen Jahres Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) die Entwicklung einer eigenen, plattformunabhängigen Programmiersprache nicht verbietet. Damals hatte Whyte in einem aufsehenerregenden Urteil die Firma von Bill Gates dazu verpflichtet, den Verkauf aller Produkte einzustellen, die eine zu Suns (Börse Frankfurt: SSY) Java-Originalversion inkompatible Fassung der Programmiersprache enthalten.

Speziell hatte Whyte angeordnet, daß Microsoft den Verkauf seines Betriebssystems Windows 98 und des Browsers Internet Explorer 4.0 in 90 Tagen einstellen muß, sollten beide Programme nicht die Java-Kompatibilitätstests erfolgreich bestanden haben. Später gewährte er Micriosoft einige Tage Aufschub, doch an dem Urteil nicht gerüttelt.

Nun gab Whyte grünes Licht für „Cool“, das geplante Microsoft-Java. Einzige Einschränkung: Darin darf keine Zeile des Sun-Java-Codes enthalten sein. Bei der Urteilsverkündung wurde auch klar, daß der Software-Konzern die Pläne für ein eigenes Java schon seit vier Jahren in der Schublade liegen hat.

Kontakt: Sun, Tel.: 089/460080; Microsoft, Tel.: 089/31760

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