Java-Prozeß: Richter drängt auf Verständigung

Microsoft und Sun müssen Java-Implementierung abstimmen

Richter Ronald Whyte vom Bezirksgericht in San Jose, Kalifornien, hat angeordnet, daß Sun Microsystems und Microsoft sich zusammensetzen müssen, um den Einsatz von Java in Microsoft-Betriebssystemen zu klären. Dazu sollen sich die beiden Parteien unter Aufsicht des Richters Edward Infante oder einer anderen vom Gericht autorisierten Person zu einer Konferenz treffen.

Richter Whyte schlug weiter vor: „Die Parteien sollten eine Lösung anstreben, die Suns Absicht der Plattformunabhängigkeit und Microsofts Ziel der Optimierung von Java für die Windows-Plattform zusammenbringt.“

Sun und Microsoft konnten noch keinen festen Termin für ein Treffen nennen, versprachen aber, der Anordnung umgehend nachzukommen.

Whyte hatte Mitte November dem Ersuchen von Sun Microsystems stattgegeben, wonach Microsoft keine Produkte mehr verkaufen darf, die eine inkompatible Version der Programmiersprache Java enthalten. Speziell ordnete Whyte an, daß Microsoft den Verkauf seines Betriebssystems Windows 98 und des Browsers Internet Explorer 4.0 in 90 Tagen einstellen muß, sollten beide Programme nicht die Kompatibilitätstests von Java erfolgreich bestanden haben.

Der Richter begründete seinen Erlaß mit der Aussage, es sei sehr wahrscheinlich, daß Sun den Rechtsstreit mit Microsoft gewinnen werde. Daher müsse schon jetzt verhindert werden, daß Microsoft durch den Verkauf einer eigenen Version von Java vollendete Tatsachen schaffe und die Plattformunabhängigkeit der Programmiersprache auf Dauer untergrabe.

Kontakt: Microsoft, Tel.: 089/31760; Sun Microsystems, Tel.: 089/460080

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