IBM hat neue Jahr-2000-Klage am Hals

Chinesisch-italienischer Gynäkologe zerrt Big-Blue vor den Kadi

Der Gynäkologe Mario C. Yu aus Oakbrook, Illinois, hat Klage beim Bezirksgericht des Northern District of Illinois gegen IBM und das US-Unternehmen Medic Computer Systems eingereicht. Er handle stellvertretend für alle, die ein Hard- und Software-Bundle der beiden Unternehmen erstanden hätten, erklärte Yu. Es sei nicht Jahr-2000-sicher.
Speziell führt der Arzt IBMs RISC-6000-Rechner mit dem Betriebssystem AIX 4.1 und der Version 7.0 der Medic-Software an. Laut Klageschrift hatte Yu das Bundle am 10. Dezember 1996 erstanden und 1997 installiert. Das kostete ihn insgesamt 19336 Dollar. Erst im November dieses Jahres wurde ihm dann klar, daß er ein Jahr-2000-Problem haben könnte. Vor zwei Wochen wurde ihm mitgeteilt, eine Lösung dieses Problems würde ihn 2410 Dollar kosten.
Der Arzt will nun erreichen, daß alle Käufer des Praxis-Bundles über das Problem in Kenntnis gesetzt werden und daß sie es kostenlos behoben bekommen. Nach seinen Angaben nutzen gut 60000 Mediziner in den USA die Medic-Software, eine unbekannte Zahl davon lasse sie auf IBM-Maschinen laufen.
Als Besonderheit führt Yu an, daß das Jahr-2000-Problem in diesem Falle ganz konkret gesundheitsgefährdende Folgen haben könnte. Wenn in der Sylvesternacht 1999 alle Daten der Patienten, die mit der Medic-Software verwaltet werden, verschwinden würden, müßten die Patienten mit ernstlichen körperlichen Beeinträchtigungen rechnen.
Kontakt: IBM, Tel.: 07031/160

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