GXA – die Global XML Web Services Architecture-Plattform

Die GXA-Initiative zielt auf die Definition von Spezifikationen für diese Infrastruktur-bezogenen Services ab, die eine Art abstrakter virtueller Maschine für eine neue Generation von Web Services darstellen. ZDNet erklärt die Initiative.

GXA, die Global XML Web Services Architecture-Plattform ist ein Begriff, der eine Vielzahl von Vorschlägen für neue Standards im Zusammenhang mit der Interoperabilität von Web Services umfasst. Eine große Zahl bedeutender Unternehmen arbeiten unter dem Mantel von GXA zusammen, darunter auch Microsoft und IBM.

Primäres Ziel der GXA ist die Definition von Syntax und Semantik einer neuen Familie von Web Service-spezifischen Protokollen, welche die grundlegenden Fähigkeiten von SOAP und XML auf die nächste Stufe der Interoperabilität bringen sollen. Es ist zwar in den letzten Jahren bereits eine Menge in Sachen Standards für Web Services erreicht worden, doch bleibt auch noch einiges zu tun. Die Aufgabe besteht vor allem in der Erweiterung und Spezialisierung der Art und Weise, wie Web Services interagieren und zusammenarbeiten. Die GXA-Initiative zielt auf die Definition von Spezifikationen für diese Infrastruktur-bezogenen Services ab, die eine Art abstrakter virtueller Maschine für eine neue Generation von Web Services darstellen.

GXA-Highlights

Nun, da Web Services bereits einige Jahre im Einsatz sind, hat sich herauskristallisiert, dass ein großer Anteil von Anwendungen immer wiederkehrende Aufgaben implementiert, die einen großen Bereich von Problemen abdecken. Sicherheit und Message-Routing sind Themen, die viele oder sogar alle verteilten Unternehmens-Anwendungen betreffen. Es handelt sich also um Aufgaben, die eher auf der Ebene der Übertragungsprotokolle als individuell von jeder einzelnen Anwendung gelöst werden sollten.

Als zum Beispiel SOAP im Jahr 1998 eingeführt wurde, war es ein XML-basiertes Protokoll für RPCs (Remote Procedure Calls). Jeder, der an RPC über das Internet interessiert war, musste lernen, wie man selber rohe SOAP-Meldungen schreibt. Heutzutage wird SOAP eher als ein Low-Level-Treiber betrachtet, von dem Plattform-spezifische Bibliotheken abstrahieren, und der innerhalb der Infrastruktur des Webservers für Web Services verborgen ist. Beispiele für eine solche Infrastruktur sind ASP.NET in der Microsoft .NET-Plattform oder Axis in der Apache Open Source-Welt. In beiden Fällen erstellt und nutzt man Web Services unter Verwendung eines objekt-orientierten Paradigmas, statt selbst an rohe SOAP-Meldungen Hand anlegen zu müssen.

Auf ähnliche Weise muss man sich derzeit noch selbst um die Sicherheit von Web Services kümmern, indem man ähnliche Code-Bestandteile immer und immer wieder schreibt. Man ist außerdem dafür verantwortlich, dass SOAP-Meldungen vom ursprünglichen Sender zum endgültigen Empfänger gelangen, möglicherweise geroutet über eine Anzahl von Zwischenstationen.

GXA versucht, unter Rückgriff auf gängige und bekannte Syntax und Semantik SOAP-basierte Protokolle zu definieren, die sich um Sicherheit, Routing und andere Aufgaben kümmern. Die an der Entwicklung der erweiterten Infrastruktur von GXA beteiligten Unternehmen könnten eines Tages die Details der Protokolle in einer Art virtueller Maschine verbergen.

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