Zukunft des Wireless LAN

Zusätzliche drahtlose Netzwerke werden für Firmen immer wichtiger. Mobilität der Mitarbeiter und ein unkompliziertes Einloggen ins Netzwerk sind nur einige Vorteile. Aber wer WLANs einsetzen will muss die Technik kennen. ZDNet erklärt alle wichtigen technischen Details.

Die heute am häufigsten im Netzbetrieb eingesetzte Technologie für Wireless LANs arbeitet nach dem IEEE-Standard 802.11b. Dieser wurde bereits 1998 in seiner Urform unter dem Titel 802.11 verabschiedet. Damals noch mit einer maximalen Transferrate von 2 Mbit/s spezifiziert, konnten sich nach diesen Vorgaben gefertigte Geräte schnell im Markt durchsetzen. Hauptgrund dafür war, dass mit diesem Standard erstmals eine einheitliche Spezifikation gegeben war, entsprechend die nach 802.11-Vorgaben gefertigten Geräte verschiedener Hersteller erstmals interoperabel waren.

Technische Grundlagen

Das Einsatzgebiet der WLAN-Technik ist klar spezifiziert: Sie dient der drahtlosen Vernetzung von Geräten, die bislang an das kabelgestützten LAN gebunden waren. Daher finden sich in den Spezifikationen keine Vorkehrungen, andere Devices wie zum Beispiel Mobiltelefone oder PDAs in die Infrastruktur des WLAN einzubinden. Als hauptsächliche Einsatzgebiete waren temporäre Vernetzung – etwa auf Messeständen -, Umgehung baulicher Hindernisse oder die einfache Integration von Notebooks ins Firmennetz angepeilt.


Das Addieren von Pseudozufallsinformationen zum Nutzsignal steigert bei DSSS die Toleranz gegenüber schmalbandigen Störungen.

Als Trägermedium nutzen Netze nach IEEE 802.11 wie viele andere Funktechniken auch das Frequenzband bei 2,4 GHz. Im Gegensatz zu Bluetooth setzen WLANs allerdings nicht auf das Frequenzsprung-Verfahren. Statt dessen kommt die Variante Direct Sequence Spread Spectrum (DSSS) zum Einsatz. Dabei wird auf das Originalsignal eine Pseudozufallsfolge von Bits, die sogenannten Chips, aufmoduliert und das Ergebnis anschließend mit dem Trägersignal mutipliziert.

Der Effekt: Das Signal ist nun auf die gesamte Bandbreite verteilt und verschwindet nahezu im Hintergrundrauschen, was DSSS relativ abhörsicher macht. Auf der Empfängerseite erfolgt der umgekehrte Vorgang: das Signal wird mit Hilfe des Chip-Codes dekodiert. Störungen, die beispielsweise durch Signale anderer Stationen auf benachbarten Frequenzen erfolgen, filtert das Verfahren dabei gleich mit aus. Daher lässt sich das verfügbare Frequenzband für mehrere Kanäle nutzen.

Weitere Vorteile von DSSS gegenüber FHSS sind höhere Transferraten bei größeren überbrückbaren Entfernungen. Dafür benötigen DSSS-Systeme jedoch mehr Energie und sind deutlich teurer in der Implementierung. Vor allem die hohe Stromaufnahme von WLAN-Adaptern verhindert deren breiteren Einsatz, da batteriebetriebene Geräte trotz der in den meisten Adaptern integrierten Stromsparmechanismen zum Teil empfindliche Einbussen in ihrer Betriebszeit hinnehmen müssen.

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