MMS im Praxistest

Als erster Anbieter nahm Vodafone den Multimedia Message Service in Betrieb und bietet das Versenden der Nachrichten bis zum 31. Juli kostenlos an. Voraussetzung für die Teilnahme der Vodafone-Vertragskunden: eine Registrierung sowie das Handy T68i von Sony Ericsson. ZDNet testete den mobilen Multimediadienst.

Installation

Für die Nutzer ohne vorkonfiguriertes Handy ist dank der ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung auf der Webseite von Vodafone (www.vodafone.de/multimedia_mobil/14245.html) die Eingabe der notwendigen Einstellungen kein Problem, stellt sich aber insgesamt als etwas langwierig heraus. Immerhin muss man die Daten für die Konfiguration von GPRS (General Packet Radio Service), WAP (Wireless Application Protocol) und MMS eingeben.

Erstellen und Versand einer MMS-Nachricht

Auch das Versenden von Nachrichten über MMS ist einfach und stellt selbst für ungeübte Handynutzer keine Hürde dar.

T68i

Unter dem Menüpunkt Nachrichten – MMS -Neue senden – Leer führt das T68i durch die einzelnen Optionen: Bild hinzu, Text hinzu, Sound hinzu, Seite hinzu. Durch Anklicken der gewünschten Option lässt sich schnell eine multimediale Nachricht zusammenstellen. Wer nicht genügend Geduld oder Fantasie für eigene Kreationen aufbringt, der kann aus vorgefertigten Grafiken, Texten und Tondateien wählen.

Als Adressat kommt derzeit ein anderes MMS-fähiges Mobiltelefon oder eine E-Mail-Adresse in Frage -die Eingabe mehrerer Adressaten, auch gemischt, ist möglich. Beim Empfängerhandy blinkt nach Eingang der Nachricht ein Hinweis im Display, die auf eine neue Mitteilung im Empfangsordner hinweist.
Obwohl das T68i mit der angeschlossenen CommuniCam die Bilder in einer Auflösung von 640 x 480 Pixel schießt, ist der Versand per MMS nur mit 60 x 80 Bildpunkten möglich. Das Ergebnis ist daher wenig zufrieden stellend, das Erkennen des Motivs gleicht meist einem Ratespiel.

Da im MMS-Gateway noch keine automatische Konvertierung auf ein geeignetes Format stattfindet, kommen beim Versand an eine E-Mail-Adresse derzeit Text, Bild und Ton noch als eigene Datei im Anhang an. Hier muss man noch nachbessern. Die Textdarstellung erinnert an die Anfangszeiten von E-Mail: Umlaute und andere Sonderzeichen werden nicht korrekt dargestellt. Auch an einen E-Mail-Empfänger erfolgt die Bildübermittlung nur mit der Minimalauflösung von 60 x 80 Pixel. Daher: Wer bebilderte Mitteilungen an einen PC senden möchte, der sollte lieber gleich auf den mobilen E-Mail-Versand ausweichen.

Fazit:

Die Bedienung des multimedialen Nachrichtendienstes MMS ist einfach und intuitiv zu erlernen. Doch insgesamt hat Vodafone gut daran getan, das MMS-Angebot für einige Wochen kostenfrei zu stellen. Denn mehr als eine Testversion ist der Dienst im Moment nicht. Um auch nur halbwegs an den Erfolg von SMS anzuknüpfen, muss der Multimedia Message Service in der Praxis noch einen großen Schritt nach vorne machen. Da die Bildkommunikation als zentraler Baustein gilt, ist es unabdingbar, die Auflösung der verschickten Bilder zu verbessern, die E-Mail-Adressaten zu berücksichtigen und interessante Dienste mit echtem Nutzen für die Kunden zu schaffen. Ansonsten wird niemand 39 Cent ausgeben, um eine Nachricht zu verschicken, bei der wegen der mangelnden Bildauflösung am Ende doch nur der Text zu lesen ist. Von der elektronischen Postkarte ist der Dienst auf jeden Fall noch weit entfernt.

Weitere Informationen zu MMS, der Weg von Handy zu Handy, neues Handy für MMS?, MMS-Dienste, die Angebote der Netzbetreiber und vieles mehr unter „Die neue bunte Welt von MMS“.

Themenseiten: Mobil, Mobile, Telekommunikation

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