Rasante 17-Zoll-TFTs

Gerade für rasante Spiele, die verzögerungsfreie TV-Wiedergabe und alle schnellen Applikationen sind Performance-starke TFTs gefragt. Die Lösung: 17-Zoll-TFTs mit einer Reaktionszeit von gerade einmal 16 Millisekunden. ZDNet stellt neun topaktuelle Displays vor.

Auch wenn Geschwindigkeit nicht alles ist, so bringen die aktuellen 16-Millisekunden-Modelle zumindest schon einmal die nötige Performance für schnelle Spiele und eine flüssige TV-Wiedergabe mit. Diese Responsezeit war bis dato der Grund, warum sich LCD-Displays nicht für reaktionsschnelle Anwendungen eigneten.

Die Angabe der Schaltzeit von „nur“ 16 Millisekunden gibt zwar den Gesamtwert der tatsächlichen Auf- und Abbauzeit wieder, aber selbst bei gleicher Auf- und Abbauzeit (4 ms von hell nach dunkel und 12 ms von dunkel nach hell) können die tatsächlichen Zeiten noch aufgrund anderer Komponenten variieren.

Aber auch bei gleicher Reaktionszeit unterscheiden sich die derzeit angebotenen Display hinsichtlich ihrer Features, des Design und auch in puncto Bildqualität erheblich. Die Preise für 17-Zoll-Display mit einer Responsezeit von 16 Millisekunden liegen etwa zwischen 450 und 650 Euro.

Immer mehr Hersteller erweitern ihr Sortiment um schnelle Displays, der Trend geht teilweise sogar soweit, auf absehbare Zeit nur noch Displays mit Schaltzeiten unter 20 ms anzubieten.

Trotz Highspeed oft nur analog

Gerde schnelle Actionspiele bringen eine enorme Rechenleistung mit und setzen eine adäquate Highend-Grafikkarte voraus. Nichts ist dann auch naheliegender als die direkte digitale Signalübertragung. Bei den Grafikkarten findet man inzwischen fast bei allen Highend-Produkte einen DVI-I- und einen VGA-Ausgang oder sogar zwei DVI-Ausgänge. Erstaunlicherweise verfügen aber nur die wenigsten dieser schnellen Displays tatsächlich über eine DVI-Schnittstelle, sondern begnügen sich nach wie vor mit einem preiswerteren D-Sub-Anschluss für die analoge Übertragung. Zur Not bleibt der Umweg über einen D-Sub/DVI-Adapter, der zugekauft werden muss. Von den vorgestellten 16ms-Displays verfügen nur die folgenden drei Modelle über eine digitale Schnittstelle: Acers AL732, LGs1710B und der NEC-Mitsubishi LCD1760NX beziehungsweise LCD1760NX-BK in schwarz. Im Test lieferten diese drei Modelle eine Top-Bildqualität, während der analog angesteuerte Viewsonic dagegen eine vergleichsweise schwächere Vorstellung lieferte.

DVI-Steckverbindungen

Bei der digitalen Ansteuerung wird zwischen zwei unterschiedlichen DVI-Steckern unterschieden: DVI-D (digital) und DVI-I (integrated). Beim DVI-Stecker findet man 24 Kontakte und einen Kodierstift. Er ist rein für die digitale Übertragung vorgesehen. Hier sind auch die Plug-and-Play-Steuerdaten gemäß DDC enthalten. Für analoge Signale ist ein zusätzlicher D-Sub-Anschluss erforderlich. Anders der DVI-I-Stecker. Hier ist die analoge und digitale Übertragung möglich. Der Grund sind vier zusätzliche Kontakte und ein breiter angelegter Kodierstift, der gleichzeitig als Masse-Anschluss dient.

Unterschiede im Detail

Abgesehen von den Ansteuerung unterscheiden sich die Displays schon auf den ersten Blick enorm, was das Design anbelangt. Die Bandbreite reicht vom eleganten Alu-Gehäuse (Acer) mit schmalem Rahmen bis hin zum beigen Standard-Kunststoff-Gehäuse mit breiterem Rahmen und ingegrierten Boxen. Der Fuß ist nur beim NEC-Mitsubishi LCD1760NX höhenverstellbar, dafür integriert LG als einziger Hersteller in dieser Klasse einen USB-Hub im Fuß. Weitere Details zeigt die Modell-Übersicht im Anschluss.

TCO’99 oder TCO’95

Alle vorgestellten Geräte entsprechen theoretisch der TCO’99, aber nicht alle tragen das Siegel. Auch wenn sich die technischen Spezifikationen eines Monitors mit schwarzem und beigen Gehäuse nicht unterscheiden, so lässt die TCO’99 keine schwarzen Frontblenden zu. Monitore mit schwarzer Frontblende sind somit nur TCO’95 zertifiziert, auch wenn sie allen übrigen Anforderungen der TCO’99 entsprechen würden.

Fazit

Der Preisunterschied zwischen guten Modellen mit digitaler Ansteuerung und den den meisten analogen Kontrahenten liegt bei rund 100 Euro. Diese Mehrinvestition lohnt sich in jedem Fall. Die digitalen Modelle liefern eine Top-Bildqualität, sehen dazu meist noch ansprechend aus und bieten eine durchweg gute Ausstattung. Zudem liefern sie eine gute Ausgangsbasis, auch wenn im Augenblick vielleicht noch keine digitale Grafikkarte verfügbar ist. Acers L732, LGs1710B und der NEC LCD1760NX und 1760NX-BK haben hier klar die Nase vorne.

Acer AL732
Für einen Preis von derzeit rund 550 Euro bietet der in seinem Alu-Gehäuse optisch sehr attraktive Acer AL732 nicht nur eine sehr ansprechende Ausstattung, sondern zudem eine hohe Bildqualität und Performance.
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Benq FP767
Auch Benq bietet mit dem FP767 ein adäquates Modell an, konnte aber zum Test kein Gerät zur Verfügung stellen. Bei diesem 16ms-Display handelt es sich um den Nachfolger des FP751. Zu den Key-Features zählen der Blickwinkel von 140 Grad, eine Helligkeit von 260 cd/m² und ein Kontrastverhältnis von 500:1. Zur Ausstattung zählen unter anderem die integrierten Stereolautsprecher im grauen Kunststoffgehäuse mit breitem Rahmen. Der Benq bietet nur eine VGA-Schnittstelle aber kein DVI-Eingang. Der Listenpreis liegt bei 589 Euro.

LG Flatron L1710B (U)
Mit dem Flatron L1710B bietet LG einen optisch ansprechenden 17-Zoll-TFT-Bildschirm mit hoher Bildqualität und Performance, der sich nicht nur für schnelle Spiele anbietet, sondern auch für den Office-Einsatz bestens geeignet ist. Der LG präsentiert sich als hervorragender Allrounder, wenn auch mit etwas knapper bemessenem Blickwinkel.
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NEC-Mitsubishi LCD1701
Das NEC-Mitsubishi LCD1701 präsentiert sich im schwarzen Gehäuse mit silberfarbenem, liefert eine Helligkeit von 260 cd/m² und ein Kontrastverhältnis von 450:1. Der Betrachtungswinkel liegt bei 140° vertikal und horizontal bei einem Kontrastverhältnis von 10:1. Der Display ist anders als der große Bruder LCD1760NX nur mit einem analogen D-Sub VGA-Anschluss, aber nicht mit einer DVI-Schnittstelle ausgestattet.

NEC-Mitsubishi MultiSync LCD1760NX & LCD1760NX-BK
Mit dem Multisync LCD1760NX präsentiert NEC ein schnelles 17-Zoll-Display mit analoger und digitaler Schnittstelle, das sich für den Office-Einsatz aber auch schnelle Applikationen anbietet. Die scharfe und brillante Darstellung überzeugt, der Blickwinkel könnte jedoch etwas großzügiger ausfallen.
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Sony SDM-S71R & SDM-S71RB
Sonys SDM-S71R (helles Gehäuse) und der SDM-S71RB (schwarzes Gehäuse) zählen ebenfalls zu den aktuellen reaktionsschnellen Modellen. Zu den Key-Features zählen eine Helligkeit von 260 cd/m², ein Kontrastverhältnis von immerhin 500:1, ein hoher Blickwinkel sowohl horizontal als auch vertikal von 160 Grad. Der Sony ist mit einer analogen Schnittstelle ausgestattet.

V7 Videoseven L17M & L17MB
Videosevens L17M und L17MB (schwarz) zählen zu den Modellen dieser schnellen Klasse mit ingegrierten Lautsprechern. Der Betrachtungswinkel liegt horizontal bei 150 Grad und vertikal bei 140 Grad. Zu den weiteren technischen Features zählen das Kontrastverhältnis von 400:1, die Helligkeit von 250 cd/m², die Anschlussmöglichkeit für den Kopfhörer und der Audio-Eingang. Wie bei den meisten 16ms-Modellen erfolgt der Anschluss ausschließlich analog.

Viewsonic VG170m
Der 17-Zoll-Bildschirm VG170m von Viewsonic präsentiert sich im unspektakulären Gehäuse, glänzt aber mit hoher Performance und ordentlicher Bildqualität. Abgesehen von den integrierten Lautsprechern beschränkt sich die Ausstattung auf Standard-Features. Zur Signalübertragung steht nur ein analoger Eingang zur Verfügung.
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16ms-Displays mit digitaler und analoger Schnittstelle

Features Acer
AL732
LG
Flatron
L1710B (U)
NEC-Mitsubishi
LCD1760NX
LCD1760NX-BK
Preis 549 Euro 539 Euro 544 Euro
Helligkeit 260 cd/m² 250 cd/m² 260 cd/m²
Kontrast typisch
(maximal)
k.A. (450:1) 400:1 (k.A.) 400:1/450:1
Blickwinkel
horiz./vert. Typisch
140/140
Grad
140/140
Grad
140/140
Grad
Blickwinkel
horiz./vert. maximal
160/160
Grad
k.A. 160/160
Grad
Signaleingang digital &
analog
digital &
analog
digital &
analog
Lautsprecher ja, 2×2,5 Watt nein nein
Kensington ja ja ja
sonstiges nein USB-Hub höhenverstell-
barer Fuß
Netzteil extern intern intern
Design/Farbe Silber/
Aluminium
Silber/
Dunkelgrau
Beige oder
Schwarz
/Silberrand
Rahmen schmal schmal schmal
ZDNet-Testurteil 8,0 7,8 7,8

16ms-Displays mit analoger Schnittstelle

Features Benq
FP767
NEC-
Mitsubishi
LCD1701
Sony
SDM-S71R
SDM-S71RB
Video-
seven
V7 L17M
V7 L17MB
View-
sonic
VG170m
Preis 492 Euro 495 Euro 576 Euro 443 Euro 559 Euro
Helligkeit 260 cd/m² 260 cd/m² 260 cd/m² 250 cd/m² 280 cd/m²
Kontrast-
typisch
(max.)
500:1 (600:1) 400:1 (450:1) k.A. (500:1) k.A. (400:1) k.A. (450:1)
Blick-
winkel
horiz./vert. Typisch
140/140
Grad
140/140
Grad
k.A. k.A. 140/140
Grad
Blick-
winkel
horiz./vert. max.
160/160
Grad
160/160
Grad
160/160
Grad
150/140
Grad
k.A.
Signal-
eingang
analog analog analog analog analog
Laut-
sprecher
ja nein nein ja ja, 2×3 Watt
Kensington nein ja k.A. k.A. ja
sonstiges nein nein nein Kopfhörer-
anschluss,
Audio in
Audio-in;
klapp-
barer
Sockel
für Wand-
befesti-
gung
Netzteil intern k.A. intern extern extern
Design/
Farbe
Beige Schwarz/
Silberrand
Beige oder
Schwarz
Beige oder
Schwarz
Beige
Rahmen Standard schmal schmal Standard Standard
ZDNet-
Testurteil
7,3

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