Radeon 9500 deutlich schneller durch Treiber-Update

Mit dem Lötkolben die Grafikkarte modifizieren, das kommt für die wenigsten PC-Anwender in Frage. Schon wegen des hohen Risikos. Doch jetzt soll schon ein Treiber-Update für deutlich mehr Persormance sorgen.


14. Januar 2003

Eine ganze Reihe von Tuning-Utilities für ATIs Radeon-Grafikkarten aus den Serien 9500 und 9700 geistern derzeit durchs Web. Das häufigste Versprechen ist dabei, aus einer Radeon 9500 eine 9500 Pro und aus einer 9500 Pro eine 9700 zu machen. Mit manchen Modding-Tricks soll es sogar möglich sein, eine Radeon 9500 in eine 9700 zu verwandeln – dies allerdings nur mit dem Lötkolben in der Hand…

Die Software-Modifikation (kurz Mod) von http://www.maxdownloads.com/~ian/wizzard/ behauptet nun, eine Radeon 9500 (Standard-Ausführung, nicht die Pro!) in eine Radeon 9700 zu verwandeln. Angeblich werden die acht Bit-Pipelines, von denen die Radeon 9500 von der Spezifikation her nur 4 benutzt, komplett freigeschaltet.

Um das Risiko für experimentierfreudige Leser zu verringern, hat ZDNet das Update ausprobiert und das Resultat gemessen.

3D Mark 2001: Ergebnisse

Die Karte, eine Radeon 9500 von Sapphire, lief also mit dem Update in der Tat schneller, wenn auch nicht so schnell wie eine Radeon 9700, sondern vielmehr ziemlich exakt so schnell wie die Radeon 9500 Pro. Der Zuwachs beträgt relativ gesehen immerhin über 10 Prozent beim 3DMark 2001 SE, wenn Antialiasing und anisotropisches Filtering ausgeschaltet bleiben. Mit den Bildverbesseungensverfahren war sogar ein Zuwachs von 20 Prozent möglich.

Zumindest im Fall des Testrechners, einem Athlon XP/2000+ auf dem Abit KR7A-Raid mit 256 MByte DDR-Speicher, hat sich das Update also gelohnt. Verwendet wurde der ATI-Treiber 7192, der auch auf der Site angeboten wird, die das Tool zum Download zur Verfügung stellt. Die odifikation läuft nur unter Windows 2000 und XP. Wer sie durchführt, handelt wie immer auf eigenes Risiko.

Wie dort geschildert, muss zuerst der Treiber in der Standardversion installiert sein. Die Modifikation kann nur als Update installiert werden! Neben der Datei wxp-w2k-radeon-7-81-021218a-007192c-efg.exe braucht man aber (wenn nicht ohnehin installiert) auch das ATI Control Panel für die Catalyst-Treiber, die Datei control-panel-7-81-021218a-007192c-efg.exe. Nur mit Control Panel lassen sich die Leistungseinstellungen (Filtering, Antialiasing, vertikale Synchronisation u.ä.) korrigieren.

Ist der vollständige Treiber solchermaßen installiert, benötigt man das Patch von Wizzards Site. Wie dort beschrieben wird es im temporären Verzeichnis abgelegt. Per Default (wenn Sie bei der Installation nichts geändert haben) müsste das C:atisupportwxp-w2k-radeon-7-81-021218a-007192c-efg2KXP_INFBX_07038 (oder sehr ähnlich) sein.

Die gespeicherte Datei ati2mtag.7192c.sys wird nun in ati2mtag.sys umbenannt, die Datei ati2mtag.sy_ gelöscht. Nun muss man auf das Symbol für Arbeitsplatz mit der rechten Maustaste klicken, dann Eigenschaften, Hardware, Geräte-Manager, Grafikkarte, Reiter Treiber, Treiber aktualisieren und wiederum ins Verzeichnis C:atisupportwxp-w2k-radeon-7-81-021218a-007192c-efg2KXP_INFBX_07038 navigieren. Mit OK bestätigen, neu starten lassen, und fertig! Nun sollten 3D-Spiele um 10 bis 20 Prozent schneller laufen.

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