Drucker statt Dunkelkammer: Fotos wie aus dem Labor

Fotodrucker können inzwischen weit mehr als nur Fotos zu drucken und bieten sich als Ergänzung zur Digitalkamera gerade zu an. Aber der Luxus des Sofortdrucks hat auch seinen Preis - in jeder Beziehung.

Je nach Modell verfügen die Fotodrucker auf Tintenstrahldruck-Basis über mannigfache Features, integrierte Slots, die den Fotodruck direkt von der Speicherkarte oder von der Digitalkamera – unabhängig vom PC – ermöglichen. Teilweise bieten sie auch automatische Schneidevorrichtungen, Halterungen für Rollenpapier und vieles mehr. Selbstverständlich sind diese Drucker auch in der Lage, nicht nur Fotos, sondern auch andere Dokumente wie Briefe auszudrucken – je nach Modell mal mehr oder weniger schnell und auch mehr oder weniger hochwertig.

Einfache Modelle der Fotodrucker-Klasse werden bereits ab rund 125 Euro angeboten, für umfangreich ausgestattete Fotodrucker, wie beispielsweise den S830D, kann man durchaus auch 300 bis 450 Euro bezahlen.

Aber Vorsicht: Fotos lassen sich zwar schnell und in brillanter Qualität drucken, aber die vollflächigen Ausdrucke fordern ihren Preis. Die Tintenpatronen sind entsprechend schnell leer. Behält man – einmal abgesehen von dem Anschaffungspreis – die Folgekosten im Auge, lohnt sich bei größeren Mengen in jedem Fall der Umweg über das Fotolabor. Hier bieten sich zahlreiche Online-Anbieter oder auch die Order-Stationen in Fotogeschäften, Kaufhäusern und Drogeriemärkten an. Die Fotos sind teilweise schon nach 24 Stunden verfügbar und kosten deutlich weniger.

Display
Umfassende Features bietet beispielsweise auch der S830D von Canon. Die Funktionen können direkt über das Display angesteuert werden.

Zu den preiswertesten Modellen zählen derzeit unter anderem HPs PhotoSmart 7150, der PhotoSmart 7350 und Lexmarks Z65 für 125 bis 150 Euro. Der Epson Stylus Photo ist dagegen ab rund 425 Euro erhältlich. Bei diesen Modellen handelt es sich durchweg um A4-Drucker. Der Canon S9000 (rund 440 Euro) bedruckt dagegen Medien bis zum Format A3+, wie auch der brandneue S9100i, der statt 2400 x 1200 dpi eine Auflösung von 4800 x 2400 dpi bietet.

Fototinten liefern realistische Farben

Üblicherweise basiert der Inkjetdruck auf der subtraktiven Farbmischung der Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb und Schwarz. Alle Farbtöne werden aus einer Mischung dieser drei Farben erzeugt. So sind bei Rot- und Orangetönen vor allem die Grundfarben Magenta und Gelb beteiligt, bei Blautönen Magenta und Cyan. Grüne Farbtöne ergeben sich aus Cyan- und Gelb-Farbanteilen. Das Schwarz verleiht den Drucken Brillanz und Tiefe und dient dem Textdruck.

Für den Fotodruck werden in der Regel sechs Farben eingesetzt, womit sich besonders kritische Partien wie beispielsweise Haut oder Himmel sehr realistisch wiedergeben lassen. Zu den Grundfarben kommen ein helles Cyan und ein helles Magenta hinzu. Einige Hersteller kombinieren alle Farben in einer Farbpatrone, andere wiederum bieten jede Farbe in einer einzeln austauschbaren Patrone an. Befinden sich alle Farben in einem Kopf, muss der komplette Kopf ausgetauscht werden, wenn eine Farbe zur Neige gegangen ist. Dafür erhält man einen komplett neuen Druckkopf. Beim Single-Ink-Verfahren von Canon beispielsweise, wird jede Patrone einzeln ausgetauscht, der Druckkopf bleibt jedoch im Gerät und „altert“ mit.

Single Ink
Praktisch: Die sechs Farbpatronen lassen sich beim S830D getrennt austauschen.

Alternativ bieten sich für den Fotodruck natürlich auch Fotodrucker auf Thermotransferbasis an, die sich auf das reine Fotoformat beschränken. Wer gelegentlich ein Foto ausdrucken will, aus Platz- oder Kostengründen aber auf ein Multifunktionsgerät zurückgreifen muss, findet auch bei den Kombis interessante Geräte, wie beispielsweise den PSC 2210 von Hewlett-Packard. Damit steht beispielsweise gleichzeitig ein Scanner, Kopierer und Faxgerät zur Verfügung. Auf so manches Feature oder auch den 6-Farb-Druck muss dann allerdings verzichtet werden. Mehr Infos zu interessanten Kombigeräten bietet dieser Shopping-Guide.

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