Das Prinzip ist einfach: Der PC wird als Speicher für die Sounddateien verwendet, der Player dekomprimiert sie bloß und wandelt das digitale Signal in Ton um. An die Stereo-Anlage wird der Slimp3 über ein RCA-Kabel angeschlossen, an den PC über ein lokales Netzwerk mit einem RJ45-Kabel. Ein Programm, das auf dem Rechner installiert werden muss, ermöglicht das Abspielen der MP3s auf der Computerfestplatte vom Player aus. Dieser kann an einer beliebigen Stelle aufgestellt werden, solange er an das Netzwerk angeschlossen ist. Ein Kabel wird mitgeliefert, doch um zwischen den Räumen zu wechseln, muss die Wohnung oder das Haus entsprechend verkabelt sein.

Der Player selbst ist extrem einfach. Er hat keinen Knopf, alles wird über die Infrarot-Fernbedienung oder den PC gesteuert. Der Klang ist exzellent, sofern die Sounddateien gute Qualität haben.

Das zweizeilige Display bietet das absolute Minimum an Informationen. Es handelt sich um ein VFD-Display (Vacuum Fluorescent Display), eine sehr helle Variante eines Flüssigkristall-Displays, das auf mehrere Meter Entfernung lesbar ist. Dadurch kann man das Gerät vom Sofa aus steuern, ohne die Augen zusammenkneifen zu müssen. Auf dem Display wird die Liste der verfügbaren Titel angezeigt, und man kann direkt in den Verzeichnissen auf dem PC navigieren, wobei mit der Taste „->“ ein Verzeichnis geöffnet wird und man mit der Taste „<-" eine Verzeichnisebene höher gelangt. So kommt man z.B. vom Verzeichnis "Album" zum Interpreten und schließlich zur Titelliste.

Sehr einfach zu bedienen

Man kann aber auch nach Genres (Rock, Klassik usw.), Titeln von Stücken, Künstlern oder Namen von Alben wählen. Die Auswahl ist groß, die Methode aber immer die gleiche: Man muss nur auf Play drücken um mit dem Abspielen eines Verzeichnisses oder eines ausgewählten Titels zu beginnen.

Bei den Basisfunktionen ist die Handhabung intuitiv. Auswahl und Wiedergabe einer Datei geschehen mit wenigen Schritten per Fernbedienung. Dagegen dauert es länger, bis man die fortgeschrittenen Funktionen beherrscht.

Diese Einfachheit erkauft man sich dadurch, dass der PC, auf dem die MP3s gespeichert sind, ständig eingeschaltet sein muss, damit der Player funktioniert. Das Gerät richtet sich also an Computerfans, deren Heim-PC rund um die Uhr eingeschaltet ist. Allerdings muss der Computer nicht für diese Aufgabe allein reserviert sein, ein PC, der als Web- oder FTP-Server verwendet wird, reicht hier aus.

Das dazugehörige Programm gibt es übrigens für die meisten Betriebssysteme. In der Windows-, MacOS X- und Linux-Version installiert es sich automatisch. Für exotischere Betriebssysteme existiert eine Perl-Version, die überall funktionieren müsste, sofern man sich etwas mit der Sache auskennt.

Der Slimp3 wird also Technik-Fans begeistern, die bereits mehrere Gigabyte an MP3-Dateien besitzen. Für die Aufstellung braucht man Hardwarevoraussetzungen, über die nicht jeder zu Hause verfügt, vom ständig eingeschalteten PC bis zum Heimnetzwerk. Dafür ist die Bedienung ein Kinderspiel. Eine Gruppe von Anwendern, die mit diesem Problem vertraut war, hat dem Player übrigens einen Preis für „leichte Handhabbarkeit durch die Freundin“ verliehen!

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