Design

Fujifilms winziger FinePix F402 fehlt es etwas an Substanz, dafür ist sie umso schicker. Sie ist fast quadratisch; ihre längste Seite misst gerade einmal 7,6 Zentimeter, und sie ist zirka 1,9 Zentimeter tief. Ausgestattet mit Akku und einer xD-Picture-Card bringt die F402 nur knappe 148 Gramm auf die Waage. Das Gehäuse der Kamera, aus gebürstetem Metall, hat sanft abgerundete Ecken und abgeschrägte Kanten, wodurch die F402 perfekt in die Tasche passt. Mit dem beigefügten Tragegurt lässt sie sich bequem umhängen.

Eine silberne Metallplatte verziert die Vorderseite der Kamera und umschließt den Blitz sowie das eingelassene Objektiv. Zum Einschalten wird die rechte Seite der Platte zirka zwei Millimeter angehoben, das geschützte Objektiv kann dann leicht auszufahren. Ein elliptisches blaues Licht zeigt an, dass die Kamera betriebsbereit ist beziehungsweise gerade ihren herstellereigenen Lithium-Ionen-Akku auflädt. Dieses Licht blinkt auch, wenn sich der Selbstauslöser dem Ende des Countdowns nähert.

Obwohl der Modus-Schalter und die Bedienelemente auf der Rückseite der Kamera ziemlich klein ausfallen, lassen sie sich durch Erhöhungen und Kerben gefühlsmäßig einfach erkennen und bedienen. Andererseits sind die Menüs, obwohl sie nicht besonders kompliziert sind, nicht so einfach zu benutzen wie die manch anderer Kameras. Über den Optionsschirm kann man auf die Setupfunktionen der Kamera und LCD-Helligkeit zugreifen sowie zwischen Automatik oder manuellem Modus wählen. Im automatischen Modus kann man über die vier kleinen Symbole am unteren Rand des Schirms scrollen, um die mit jedem Symbol verbundenen Pop-Up-Menüs zu aktivieren. Im manuellen Modus erhöht sich die Zahl der Symbole auf sieben, mit den entsprechenden Menüs. Mit der Zoomtaste und zwei angrenzenden Knöpfen wird durch die Menüs navigiert. Sicherlich funktioniert diese Anordnung, doch dadurch, dass man den manuellen Modus aus dem Menü heraus wählen muss, wird kein schneller Zugang auf die Funktionen der F402 möglich.

Funktionen

Die F402 bietet sowohl einen automatischen als auch manuellen Modus, doch ist die manuelle Option in Wirklichkeit nur etwas weniger automatisch. Sie bietet eine einseitige Belichtungskorrektur (+1.5/-2.1 EV) und diverse wählbare Weißabgleich-Voreinstellungen; beide Funktionen können nur über das Menü der Kamera aufgerufen werden. Die ISO-Empfindlichkeit lässt sich 200 bis 1600 wählen, doch über 400 hinausgehende Einstellungen können nur mit einer Auflösung von weniger als 1.280 x 960 benutzt werden.

Die Zoom-Methode der Kamera erscheint fast schon etwas hinterhältig. Ihr Objektiv mit fester Brennweite entspricht einem 39 mm, f/3,2-Objektiv bei einer Kleinbildkamera, was weder besonders einem besonderen Weitwinkel entspricht, ist es besonders schnell. Bei der höchsten Auflösung (auf 2.304 x 1.728 interpoliert) bietet die F402 keinen Zoom. Mit fallender Auflösung zaubert sie steigende Digitalzoom-Verhältnisse herbei. Hier kann man nur empfehlen: Kamera auf 2-Megapixel-Auflösung eingestellt lassen und das Thema Zoomen einfach vergessen. Reichen die 39 Aufnahmen, die auf die mitgelieferte 16MB xD-Picture-Card passen, nicht aus, sollte man eine größere Speicherkarte einplanen.

Die Kamera zeichnet bis zu 60 Sekunden lange 320 x 240 Pixel-Videos mit Ton auf, wenn auch die Qualität bei 10 fps nicht gerade überragend ist. Reduziert man die Auflösung auf 160 x 120, erhöht sich die Aufnahmezeit auf 240 Sekunden.

Die F402 bietet keine Stativbefestigung. Es hätte auch kaum Sinn, ein Stativ an der Kamera anzubringen, da die F402 wohl kaum Fotografen anspricht, die ein Stativ benutzen wollen.

Performance

Im Großen und Ganzen präsentiert sich die FinePix recht flott. Die Anlaufzeit beträgt nur zirka zwei Sekunden, und die Verschlussverzögerung ist geringfügig. Bei der höchsten Auflösung beträgt der zeitliche Abstand zwischen den Aufnahmen ohne Blitz etwa 3,6 Sekunden; mit Blitz erhöht sich dieser auf ungefähr 5 Sekunden. Bei Serienbildern schafft die F402 zwei aufeinander folgende Bilder und braucht dann 6 Sekunden, um diese auf das Medium zu speichern. Der Autofokus der F402 arbeitet selbst bei relativ trübem Licht akkurat.

Der helle, 1,5-Zoll große LCD-Monitor lässt sich sogar bei grellem Sonnenlicht einsetzen. Für eine Kamera dieser Klasse typisch ist der winzige optische Sucher mit verzerrtem Bild; hier empfiehlt es sich stattdessen das LCD benutzen.

Angesichts der geringen Reichweite des Blitzes eignet sich dieser für wenig mehr als nur Nahaufnahmen und Portraits mit einem Abstand von bis zu 2,7 Metern. Etliche mit einem Abstand zwischen 2,7 und 3,3 Metern erstellte Aufnahmen zeigten Vignettierungen (Eckenabschattungen) auf. Für weiter entfernte Aufnahmen bei schlechtem Licht ist es ratsam, den Blitz zu deaktivieren und sich auf Unterstützung durch stabile Objekte zu verlassen. Praktisch zeigt sich die Einstellung für die Blitzsynchronisation, mit der die Belichtung für dunkle Hintergründe beibehalten wird, während das Objekt im Vordergrund beleuchtet wird.
Die Makro-Einstellung der F402 liefert mit und ohne Blitz klare und gut beleuchtete Aufnahmen von Objekten mit einem Abstand von nur 7,5 Zentimetern.

Bildqualität

Wenn man berücksichtigt, dass die F402 eine 2,11-Megapixel-Kamera ist, dann sind ihre Bilder durchaus akzeptabel, akkurat belichtet und ausreichend scharf. Die Farbbalance neigt leicht zum gelben Ende des Spektrums, wenn auch nicht so sehr, dass es störend wäre, und die Kamera produziert eher natürliche statt zu sehr leuchtende Farben. Die Verzerrung der Bilder durch das Objektiv ist kaum nennenswert, und außerdem zeigt sich das Bild relativ frei von chromatischen Aberrationen.

Bei Objekten mit einem breiten Dynamikbereich lässt die Kamera gelegentlich hellste Bildteile verblassen. Typischerweise findet sich bei Aufnahmen mit hohen ISO-Einstellungen und bei sehr schlechtem Licht sehr viel CCD-Rauschen; bei hellerem Licht reduziert sich dieses Rauschen drastisch.

Die Videos, die sich mit der F402 erstellen lassen zeigen sich weder besonders fließend noch besonders scharf. Dennoch reichen sie vollkommen aus, um Menschen, Orte und Dinge erkennen zu lassen. Der damit verbundene Ton klingt etwas blechern.

Fazit:
Fujis FinePix F402 präsentiert sich als schnittige, leistungsfähige und ultrakompakte 2,1-Megapixel-Kamera, allerdings finden sich auf dem Markt zum gleichen Preis durchaus attraktivere Alternativen.

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