So können zum Beispiel bis zu vier Einstellungsvorlagen und zwei Menü-Shortcuts gespeichert werden. Dank des f/2,8-Objektivs mit 3fach-Zoom und des 4-Megapixel-CCD-Sensors sind scharfe Ausdrucke bis zu 36 x 28 cm möglich. Die C-4000 passt zwar nicht ganz in jede Hemdtasche, doch liegt sie gut in der Hand und ist angenehm leicht. Einziger Minuspunkt: Die Kamera ist für eine SmartMedia-Karte ausgelegt, ein Wechselspeichersystem, das immer weniger unterstützt wird und eine geringere Kapazität besitzt als Konkurrenz-Lösungen wie beispielsweise CompactFlash.

Design

Trotz der unzähligen komplexen Funktionen der C-4000 ermöglichen zahlreiche Shortcuts und Betriebsmodi auch Anfängern die problemlose Handhabung dieser Kamera. Wie die anderen Modelle der C-Reihe von Olympus ist auch die C-4000 mit einem in Silber und in Grau gehaltenen Kunststoffgehäuse ausgestattet, wobei ein großzügig angelegter Griff das Knipsen mit einer Hand erlaubt. Obwohl sie nicht gerade eine Kompakt-Kamera darstellt, ist die C-4000 dennoch schlank genug, um in eine Jackentasche zu passen. Mit einem Gewicht von ca. 450 g bei eingesetzten Batterien und Speicherkarte ist sie angenehm leicht.

Die C-4000 verwendet ganz traditionelle externe Bedienelemente. Ein großer, gerändelter Drehknopf an der Oberseite dient zum Ein- und Ausschalten der Kamera sowie zur Auswahl des Aufnahme- bzw. Wiedergabe-Modus. Mit fünf kleineren Knöpfen werden Blitz, Belichtungsmessung, Makro, Display und andere Funktionen bedient.

Die Einstelloptionen und Registerkarten-Menüs der C-4000 sind sehr durchdacht konzipiert, obgleich die Menüs auf den ersten Blick etwas unübersichtlich wirken. Bei näherem Hinsehen stellt man jedoch fest, dass sich die Menüs an den jeweiligen Kamerabetrieb anpassen. In jedem Betriebsmodus bietet der Eingangbildschirm raschen Zugriff auf häufig genutzte Funktionen des Hauptmenüs, so dass man ganz einfach zu den Belichtungsarten, den Einstellungen für die Bildqualität, dem Weißabgleich und dem kompletten Hauptmenü selbst gelangt.

Funktionen

Das Objektiv der C-4000 dürfte für alle gängigen Aufnahmesituationen ausreichen. Sein Zoom entspricht 32 mm bis 96 mm bei einer 35 mm-Kamera, wobei die Blendenöffnung von f/2,8 bis f/11 reicht. Zusammen mit dem 3,3-fachen digitalen Zoom wird eine 10-fache Vergrößerung erreicht. Im Standard-Makromodus kann das Objektiv bis auf ca. 20 cm scharf stellen, wobei im Super-Makromodus sogar Fokussierungen auf bis zu weniger als 2,5 cm möglich sind. Im Super-Makromodus ist allerdings keine Vergrößerung verfügbar, weshalb man die Kamera sehr nah an das jeweilige Objekt halten muss.

Obwohl die C-4000 als vollautomatische Kamera mit sechs voreingestellten Aufnahmemodi und einer Option für Videoaufnahmen eingesetzt werden kann, bietet sie dennoch auch Funktionen für anspruchsvollere Fotografen. So kann eine Zeit- und Blendenautomatik ebenso wie ein Modus für manuellen Betrieb genutzt werden. Sowohl die Blende als auch die Verschlusszeit werden im LCD angezeigt, wobei Zahlen weißer Farbe auf korrekt belichtete Aufnahmen hinweisen und rote Zahlen vor falscher Belichtung warnen. Fortgeschrittene Benutzer werden außerdem die Belichtungsreihenautomatik, den zweistufigen Blitzausgleich und die Histogramm-Anzeige zu schätzen wissen. Letztere stellt im Vorschau- oder Wiedergabe-Modus die Pixelverteilung über den Helligkeitsumfang dar. Es steht außerdem eine Reihe von Verfahren zur Belichtungsmessung zur Auswahl, wahlweise auch eine Bereichsfokussierung.

Wer viel Wert auf Details legt, kann bis zu vier Vorlagen aus benutzerdefinierten Parametern speichern, darunter Belichtungsart, Bildauflösung, Blitzeinstellungen, ISO-Wert und Weißabgleich. Da das Einrichten komplexer Konfigurationen mitunter länger als eine Minute dauert, gelingen mithilfe dieser Vorlagen auch schnelle Schnappschüsse von flüchtigen Motiven, die andernfalls verloren gingen.

Die in die Kamera integrierten Tools zur Bearbeitung und zum Resampling runden zusammen mit der Unterstützung der Standards DPOF und EXIF Print die vielfältige Funktionspalette der Kamera ab. Olympus bietet außerdem für die C-4000 Objektivaufsätze für Makro-, Weitwinkel (0,8-fach) und Tele-Aufnahmen (1,45-fach) an. Und es ist ein externer TTL-Blitz erhältlich, der FL-40, mit dem der Blitzbereich der Kamera auf fast einen Meter erweitert wird. Noch mehr Blitzreichweite kann durch Anschließen der Kamera an ein Stroboskop erreicht werden.

Performance

Die C-4000 ermöglicht einen effizienten, jedoch nur mäßig schnellen Betrieb. Das Starten der Kamera dauert ungefähr fünf Sekunden und die Verschlussverzögerung beträgt ca. eine Sekunde. Ein Zoom über den gesamten Objektivbereich benötigt nur zwei Sekunden. Der zeitliche Abstand zwischen zwei Aufnahmen ist in der JPEG-Einstellung mit maximaler Auflösung relativ lang: je nach Kompressionsstufe und Batteriestärke zwischen vier und acht Sekunden mit Blitz. Bei Serienaufnahmen konnten 11 Bilder mit einer Auflösung von 2.288 x 1.712 Pixel im HQ-Modus (JPEG-Bilder mit je 680 KB) geknipst werden, bevor die Kamera wegen des Speichervorgangs unterbricht. Mit einer geringeren Kompression war dies allerdings bereits nach drei Aufnahmen der Fall.

Wie auch ihre Vorgängermodelle bietet die C-4000 eine unkomprimierte TIFF-Ausgabe und kann eine TIFF-Datei auf der integrierten 16 MByte großen SmartMedia-Karte speichern. Im JPEG-Modus mit der höchsten nativen Auflösung (SHQ bei 2.288 x 1.712 Pixel) kann die Karte fünf Aufnahmen speichern. Fazit: Man sollte sich umgehend eine größere Karte für die Kamera zulegen. Leider reicht die maximale Kapazität der SmartMedia-Karte nur bis 128 MB, was sich in Zukunft vermutlich auch nicht ändern dürfte. Olympus und andere mit diesem System arbeitende Hersteller stellen allmählich auf die neue xD-Picture Card um. Langfristig gesehen, könnte dies einen erheblichen Nachteil für die Käufer dieser Kamera bedeuten.

Auf der anderen Seite können viele verschiedene Batterietypen für den Betrieb der Kamera verwendet werden. In den Tests konnten mit einem Satz CR-V3-Batterien über 170 Bilder und einige Video-Clips aufgenommen werden. Wer jedoch mit der C-4000 Studio-Aufnahmen machen oder Bilder bearbeiten möchte, sollte besser das Netzgerät kaufen oder zumindest wiederaufladbare AA-Akkus verwenden.

Die Übertragung der Bilder zwischen Kamera und PC geht dank des mitgelieferten USB-Kabels und des treiberlosen Auto-Connect-Systems von Olympus sehr rasch vonstatten. Der Windows Explorer erkennt automatisch die Kamera als Wechsellaufwerk, so dass die Bilder problemlos von der Kamera auf die Festplatte verschoben werden können.

Bildqualität

Alles in allem dürften die meisten Benutzer mit der Bildqualität der C-4000 zufrieden sein. Sie liefert außerdem eine hohe Detailtreue in dunklen Bereichen – also keine verschwommenen Bildschatten. Auch der automatische Weißabgleich der Kamera sorgt für eine recht gute Anpassung der Farbtemperatur bei Aufnahmen mit Umgebungslicht, obgleich in einigen Bildern rote Bereiche leicht orange wirkten.

Wie die meisten Kameras mit Zoom-Objektiv weist auch die C-4000 bei Aufnahmen mit maximalem Weitwinkel eine gewisse Verzeichnung auf. Außerdem liegen leichte Farbsäume vor, die auf chromatische Aberrationen hindeuten. Diese treten meist bei Aufnahmen von dunklen Objekten vor sehr hellen Hintergrund auf und betreffen nahezu jede Digitalkamera für Hobby-Anwender. Bei der C-4000 fallen diese Probleme jedoch vergleichsweise gering aus, so dass die Aufnahmen nicht nennenswert beeinträchtigt werden.

Im Gegensatz zu weniger leistungsfähigen Blitzsystemen verursacht der integrierte Blitz der C-4000 keine dunklen Ecken auf den Aufnahmen. Wenn überhaupt, erweist sich der Blitz manchmal als zu stark. Daher ist die Feineinstellung für den Blitz sehr sinnvoll, mit der sich die gelegentlich bei Nahaufnahmen zu hellen Spitzlichter vermeiden lassen. Was bei der C-4000 und anderen Camedia-Modellen fehlt, ist eine Autofokus-Beleuchtung. Bei schlechten Lichtverhältnissen mit wenig Kontrast traten daher mitunter Schwierigkeiten bei der Schärfeeinstellung auf.

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