Die Budget-Einschränkungen zeigen sich etwa am Prozessor, einem Celeron 1800. Auch besitzt der Rechner in der getesteten Konfiguration keinen Brenner, nicht einmal ein DVD-ROM-Laufwerk, sondern nur ein CD-ROM. Solche Optionen bekommt man selbstverständlich optional; für die preiswerteste Variante hat ACP bewusst darauf verzichtet.

Die Festplatte von IBM fasst 40 GByte und ist damit für diesen Rechner sicher nicht unterdimensioniert: Das sollte eine Weile reichen. Auch das 52-fache CD-ROM von Asus macht keine Probleme. Dass man es auch bei voller Belastung im Betrieb nicht hört, ist allerdings kein Vorteil: Es wird einfach vom gehäuselüfter übertönt. Der erzeugt einen so steten, heftigen Luftstrom, dass er einen Ventilator ersetzen kann. Lose Blätter sollte man außer Reichweite bringen. Auch ist das Geräusch unüberhörbar – und für manche sensiblen Ohren vielleicht konzentrationsstörend.

Der Nachteil des Celeron-Prozessors selbst liegt unter anderem im geringen Level2-Cache von nur 128 KByte, der die Leistung bereits deutlich drückt. Auch der Sis650/651-Chipsatz trägt nicht zu Rekorden bei. Immerhin bietet er integrierte Grafik mit Shared Memory. Der Grafikspeicher von bis zu 64 MByte fehlt allerdings dann dem Betriebssystem und Anwendungen, wie Benchmark-Tests bestätigen. Immerhin ist der Speicher schnell: Es handelt sich um PC333 DDR-RAM.

Gehäuse und Mainboard kommen von Asus. Das Asus Terminator ist eigentlich eine Barebones-Lösung. Im Gegensatz zu anderen Barebones hat das Gehäuse immerhin Platz für zwei PCI-Slots und zwei 5,25-Zoll-Laufwerke. Die Aufrüstmöglichkeiten sind verglichen mit anderen Barebone-Systemen also ziemlich gut. Das Testgerät belegte allerdings einen der beiden PCI-Slots mit einem HSP56-Voice-Modem. Wer übers Netzwerk mit dem Internet verbunden ist, hat theoretisch beide Plätze frei.

Das Gehäuse kann man ohne Werkzeug öffnen: Das Gehäuse inklusive Frontblende wird schnell abgezogen. Innen finden sich die üblichen Schrauben, die Platte, Laufwerke und PCI-Karte fixieren. Die PCI-Slots sind unter dem Lüfter sehr schlecht zugänglich. Häufigere Umbauten sollte man sich sparen. Auch ragt die Lüfterklammer in den Bereich der PCI-Karten hinein. Benötigt man beide Steckplätze, wird es eng.

Das Gehäuse bietet anders als etliche Konkurrenten keine Firewire-Ausgänge, aber vier USBs, die dem schnellen Standard 2.0 entsprechen. Zwei sind, gemeinsam mit Mikrofon- und Monitor-Ports, an der Vorderseite unter einer Klappe versteckt. Darüber liegt, für den User wegen der Klappe gar nicht sichtbar, ein Kartenleser für das Compactflash-Format. Das Zubehör im Lieferumfang ist schnell aufgezählt: Treiber-CD, Windows-XP, Modemkabel, Asus-Handbuch, aber immerhin auch Wheel-Maus und Cherry-Tastatur.

Die Performance entspricht eher einem Notebook als einem aktuellen System. Speziell im 3D Mark 2001 SE zeigt sich, dass man den Rechner nicht als Spiele-System ansehen sollte: nicht mit integrierter Grafik. Aber das ist ja nicht das Ziel: PC-Käufer müssen sich bei einem Preis von 580 Euro (dann mit Suse-Linux 8.0 als Betriebssystem) über gewisse Grenzen klar sein. Aber auf dem Terminator läuft auch Windows XP stabil (Aufpreis für XP Home: 100 Euro), Websurfen und Office-Programme sind kein Problem, und ein wenig Arbeit mit Peripheriegeräten wie Digicam oder MP3-Player stellt den ACP-PC auch vor keine Schwierigkeiten.

Als Zielgruppe kommen also Privatleute ohne großes Spiel- oder Multimedia-Interesse in Frage, sowie kleine Büros und Unternehmen. ACP legt sich mit einer 3-jährigen „Vor-Ort-Garantie“ für diese Zielgruppe ins Zeug. Weil man aber eben nicht vor Ort, sondern in 41546 Kaarst sitzt, schickt ACP einen Ersatz-PC los, sobald der Kunde anruft. Innerhalb von 24 Stunden ist also im Regelfall ein defektes Gerät ersetzt.

Terminator ist der falsche Name: Terminal würde besser passen. Für Büroarbeit und Web-Access ist der ACP-PC eine durchaus angemessene Kiste zu einem halbwegs günstigen Preis. ACP hat ein hübsches Paket zusammengestellt. Als Barebones-System ist der Asus Terminator allerdings der Konkurrenz von MSI mit ihrem schnellem Intel-Chipsatz und vielen Ports sowie in punkto Eleganz den tollen Modellen von Shuttle klar unterlegen.

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