Der neue Epson 1260 Photo zeichnet sich wie bereits der Perfection 1250 durch seine extrem einfache Bedienung, die gute Scanqualität bereits in der Grundeinstellung und seinen ordentlichen Lieferumfang aus.

Beim Epson 1260 Photo handelt es sich um einen kompakten Farb-Flachbettscanner mit einer Eingangs-Farbtiefe von 48 Bit und 24-Bit Ausgabe-Tiefe. Die optische Auflösung liegt bei 1200 x 2400 dpi, mittels Software wird auf bis zu 9600 dpi interpoliert. Der Anschluss erfolgt via USB (1.1) und ist sowohl am PC als am Macintosh möglich. Unterstützt werden dabei Windows 98, Me, 2000, Professional, XP und Mac OS 8.6 bis 9.x, Mac OS X 10.1.2 oder höher. Wünschenswert wäre ein separater Netzschalter.

Die Installation geht denkbar einfach von der Hand, wobei erst die Software und dann der Scanner installiert werden muss. Ausführliche Aufkleber weisen darauf umfangreich hin. Die Installation des Twain-5-Treibers und der übrigen Software erfolgt automatisch.

Statt der Software ArcSoft PhotoImpression 3 wird jetzt beim 1260 die Version 4 mitgeliefert. Mit von der Partie sind außerdem Presto!Pix Express und der Adobe Acrobat Reader 5.0.5. Die Perfection 1260-Reihe unterstützt die Epson Print Image Matching Technologie (P.I.M.), die in Kombination mit einem Epson P.I.M.-Drucker optimal aufeinander angestimmte Ergebnisse erzielt.

Markant ist Epsons Smart-Panel-Funktion in der Kombination mit den vier Quick-Start-Tasten. Hier lässt sich schon vor dem eigentlichen Scanvorgang am Scanner wählen, ob beispielsweise in eine PDF-Datei, in einen Handheld oder Palmtop-Computer, in eine E-Mail, eine freiprogrammierbare Applikation oder direkt auf eine Website gescannt werden soll. Über die vier Tasten wird direkt entweder das Smart-Panel-Menü, der Kopiervorgang, die Scan-to-E-Mail oder die Scan-to-Web-Funktion gestartet.

Auch wenn der Epson-Scanner nicht unbedingt zu den schnellsten Scannern zählt, so hat der Perfection 1260 im Vergleich zum Vorgänger 1250 Photo vor allem bei der Scangeschwindigkeit etwas zugelegt. So warten wir auf den Scan des Testfarbfotos statt 28 nur noch 22 Sekunden. Die Zeit für die Erstellung der Vorschau liegt bei rund 17 Sekunden.

Die Photo-Version des 1260 bietet die Möglichkeit Dias und Negative in einer erstaunlich guten Qualität zu scannen. Um eine schnelle und einfache Bearbeitung der Vorlagen zu gewährleisten, werden die entsprechende Software, verschiedene Halterungen und der 35-Millimeter-Diaaufsatz – der übrigens einer überdimensionalen Maus ähnelt – gleich mitgeliefert. Die Ausstattung, aber auch die Scanzeiten sind eindeutig auf den gelegentlichen Scaneinsatz, nicht aber auf Serienverarbeitung ausgelegt, die beispielsweise mit professionellen Diascannern (mit höherer Auflösung) möglich ist. Die Ergebnisse fallen aber dennoch ohne großen Bearbeitungsaufwand erstaunlich gut aus.

Etwas sparsam präsentiert sich der serienmäßige Support. Epson gewährt ein Jahr Herstellergarantie mit Vor-Ort-Service. Eine Erweiterung auf drei Jahre mit entsprechendem Vor-Ort-Service in diesem Zeitraum ist nur optional gegen Zusatzkosten möglich.

Fazit: Epsons Platz sparender Perfection 1260 Photo ist nicht der schnellste Scanner, bietet aber ohne große Scankenntnisse und Nachbearbeitung die Möglichkeit unterschiedlichste Dokumente mit guter Qualität einzulesen, in zahlreiche Applikationen einzubinden und bequem weiter zu verarbeiten.

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1 Kommentar zu Epson Perfection 1260 Photo

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  • Am 13. Januar 2005 um 19:13 von David Kastrup

    Negativscans
    Für Negativscannen kann man das Teil vergessen. Extremes Rauschen bei sehr flauen und verfälschten Farben, speziell im blau/cyan-Bereich (Fuji-Negative waren eingestellt) machen das Produkt hier unbrauchbar. Aufwärmzeit von fast einer Minute und fehlender Netzschalter sind weitere Lästigkeiten, USB-1.1 macht das ganze auch nicht schneller. Vermutlich werde ich versuchen, das Gerät zurückzubringen.

    Positiv: unter Linux 2.6 anklemmen, läuft auf Anhieb mit Scannersoftware Sane (auch Scannen unter Gimp).

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