Design

Unter den Festplatten-basierten MP3-Playern belegt dieser iPod in Bezug auf die Portabilität einen der vordersten Plätze. Mit seinen Maßen von 10,2 x 6,1 x 1,8 cm und einem Gewicht von 184 Gramm ist dieses neue Modell sogar noch etwas dünner als die früheren Versionen. Eine glänzende Rückseite aus Edelstahl und eine dicke Schicht Plexiglas auf der Vorderseite verleihen dem iPod ein sauberes und modernes Aussehen, während das große 3,2 mal 2,0 cm messende Display einen guten Überblick über die verständlich aufgebaute Menüstruktur des Gerätes ermöglicht. Das neue, feststehende Scrollrad funktioniert genauso gut wie das sich drehende Scrollrad des Original-iPods, das wohl anscheinend nicht so widerstandsfähig war, wie es sein sollte. Das feststehende Scrollrad ermöglicht aber die gleiche, mühelose Art der Navigation durch das Menü und erlaubt das schnelle Auffinden eines Songs nach Titel, Album, Interpret, Genre, Wiedergabeliste oder Komponist. Zu guter Letzt ergänzte Apple dieses Gerät um eine Abdeckung für den FireWire-Port, der Schmutz fernhalten soll (dem Original-iPod fehlte diese Abdeckung des Anschlusses).

Nach echter Apple-Manier hat das Unternehmen eine Fernbedienung entwickelt, die dem eleganten Design des iPod gerecht wird. Ihr fehlt zwar ein Display, trotzdem sieht die flache, silberfarbene Kabelfernbedienung hervorragend aus und bietet leichten Zugriff auf die Wiedergabefunktionen. Das einzige kleine Problem mit dieser Fernbedienung besteht darin, dass ihr clever designter Clip sich vom Hemd oder vom Riemen des Rucksacks lösen kann, wenn man einen auf der rechten Seite der Fernbedienung angebrachten Knopf drückt. Ein glänzend-schwarzes Etui mit stabilem Gürtelclip und ein quadratisches, zusammenklappbares Netzteil ergänzen das durchgestylte Design des iPod.

Funktionen/Anschlussmöglichkeiten

Dank des FireWire-Anschlusses überträgt der iPod Dateien mit einer Geschwindigkeit von 5,31 MB pro Sekunde, was bedeutet, dass die gesamte 10 GByte große Festplatte in nur 32 Minuten gefüllt ist. Die Übertragung der gleichen Datenmenge via USB würde mindestens 10 Stunden benötigen. Nachdem der iPod mit der neu installierten FireWire-Karte verbunden wurde, benötigte die mitgelieferte Software MusicMatch Jukebox Plus etwa eine Minute, um zu starten und den iPod zu erkennen. Hat der PC den Player erst einmal erkannt, wird die Übertragung von Songs und Wiedergabelisten auf das Gerät mit der Schaltfläche „Sync“ eingeleitet – völlig problemlos. Noch besser ist, dass sich mit MusicMatch alle Lieder auf die gleiche Lautstärke einpegeln lassen und dass man angeben kann, wenn sich der iPod bei jeder Verbindung automatisch mit allen neuen Songs in der MusicMatch-Bibliothek synchronisieren soll. Stellt man MusicMatch darauf ein, ein bestimmtes Verzeichnis auf neue Musikdateien zu überwachen, wird jeder neu „gerippte“ oder heruntergeladene Song jedes Mal automatisch an den iPod geschickt, sobald dieser sich mit der Software synchronisiert.

Eine weitere bemerkenswerte Funktion ist das neue PIM-Programm, dessen Terminkalender und Adressbuch sich mit Microsoft Outlook, Palm Desktop und Eudora abstimmen lassen. Dem kurzen Handbuch zufolge lassen sich Kontakte importieren, indem man vCards per Drag & Drop von Outlook in das Kontaktemenü verschiebt – allerdings funktionierte dieser Ansatz während der Tests nicht. Wählt man jedoch bei der Auswahl eines Kontakts die Funktion „Speichern unter…“, lässt sich die vCard direkt in die Kontakte-Datei speichern. Genauso lassen sich auch Kalendereinträge als vCalendar-Dateien speichern, wobei diese Möglichkeit vom Handbuch nicht erwähnt wird.

Im Gegensatz zu den Mac iPods ist der Windows iPod nicht in der Lage, Dateien (Hörbücher u.ä.) von Audible abzuspielen.

Performance

Einige Leute beklagten, dass die Lautstärke des Original-iPod nicht ausreichte, um externe Geräusche, vor allem die Geräuschkulisse in Großstädten, zu übertönen. Apple schenkte diesen Klagen Beachtung – der neue iPod wird sogar so laut, dass das Austesten der vollen Lautstärke leichte Kopfschmerzen verursachte. Ein weiteres Problem mit den Original-iPods stellten die Equalizer-Optionen dar, die nicht zahlreich genug waren und die Bässe nicht ausreichend betonten. Auch dieses Problem wurde angegangen: Apple hat den neuen iPod mit 30 Equalizer-Voreinstellungen ausgestattet, von denen einige über ausreichend Bass verfügen. In allen Tests lieferte das Gerät nicht einen einzigen Aussetzer – trotzdem ist es immer noch nicht empfehlenswert, mit Festplatten-basierten MP3-Playern zu joggen.

Eine kritische Bemerkung: Das erste Testgerät kam mit einem fehlerhaften Anschluss und ließ sich daher nicht synchronisieren. Bei dem zweiten von Apple eingeschickten Gerät war der Kopfhöreranschluss defekt und nur der linke Kanal hörbar. Es bleibt zu hoffen, dass die im Handel erhältlichen iPods diese Probleme nicht aufweisen. Falls doch, deckt Apples Garantie beides ab. Das Unternehmen verspricht Ersatz innerhalb von drei Tagen und übernimmt die Versandkosten.

Als sich das Gerät schließlich an den PC anschließen ließ, strömten die Songs mit 5,31 MB pro Sekunde über den FireWire-Port, was schneller ist als die Datenübertragung des Mac iPod. Alle kompatiblen Dateitypen – SBR und VBR MP3, WAV und AIFF – werden problemlos übertragen.

Das Klangbild war klar, und alle Frequenzen waren über die Sony MDR-V600 Test-Kopfhörer deutlich zu hören. Auch die mitgelieferten Ohrhörer klingen sehr gut, und die Kabelfernbedienung arbeitet einwandfrei, wenn der Player in dem mitgelieferten Etui verstaut ist. Die Akku-Lebensdauer ist die gleiche wie beim Original-iPod: Die Akkus halten 10 Stunden durch und lassen sich entweder über den FireWire-Anschluss des PC oder über das kleine quadratische Netzteil aufladen.

Man sollte sich nicht täuschen lassen – mit seinem Preis von 499 Euro ist der 10 GByte Windows iPod bestimmt nicht billig, und Apple-Verkäufer neigen nicht dazu, den Listenpreis bedeutend zu unterschreiten. Die Konfigurationen zwischen verschiedenen Windows-Systemen variieren so stark, dass der iPod auf manchen Computern perfekt und auf anderen nicht ganz so perfekt läuft. Will man sicherstellen, dass der iPod reibungslos mit dem vorhandenen Computer zusammenarbeitet, sollte man einen Mac-iPod mit einem Mac-Desktop oder Mac-Notebook wählen.

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