Die Grafikkarte ist natürlich Kernbestandteil jedes Spiele-Systems. Im Fall der Geforce4 Ti4200-Karte des Highpaq handelt es sich um das aktuell zweitschnellste ChipsatzModell von Nvidia. Zudem bringt die Noname-Karte im Vobis-Rechner nur 64 MByte Grafikspeicher mit, während auch Versionen mit 128 MByte verfügbar wären.

Die Benchmark-Ergebnisse liegen erwartungsgemäß unter denen einer Ti4600-Lösung, 8721 Punkte versprechen aber in jedem Fall viel Spielvergnügen. Mit einer Ti4600-Karte wäre Vobis natürlich nie auf einen Gerätepreis von 999 Euro gekommen, kostet diese doch allein schon 450 Euro oder mehr. Andererseits stellt die neue Radeon 9700 derzeit alles von Nvidia so deutlich in den Schatten, dass die Preise bald wieder stark fallen könnten.

Als CPU verbaut Vobis einen Athlon XP/2000+, geht also ebenfalls einen Kompromiss zwischen Performance und Preis ein. Auf einem MSI-Mainboard und in Verbindung mit 266 MHz-Speicher schafft er 49,7 Punkte im Business Winstone, also bei einem Test, der übliche Office- und Alltagsprogramme wie Browser verwendet, um die Geschwindigkeit zu bestimmen. Das ist eine gute Leistung, während bei Multimedia-Anwendungen PCs auf Pentium 4-Basis für den gleichen Preis mittlerweile einen kleinen Vorteil haben: 28,9 Punkte sind im Vergleich nicht mehr berauschend.

Ein bisschen wird die Performance sicher von der Festplatte gedrosselt. Die Maxtor-Platte bietet zwar reichliche 80 GByte Platz, arbeitet aber nur mit 5400 Umdrehungen pro Minute. Und dass dies ein geringeres Betriebsgeräusch bedeutet, zählt nicht – der Highpaq D XD Power 2000 setzt ein extrem lautes, mit 180 W nicht einmal besonders leistungsfähiges Netzteil ein. Da spielt Lärm von der Platte keine große Rolle mehr.

Neben der Größe der Festplatte gefällt die reichliche Ausstattung mit DVD-ROM-Laufwerk (Sony) und 40-fachem CD-Brenner (NEC), plus das übliche Floppy-Laufwerk. Weniger ist bei den Anschlüssen geboten: Highspeed-Anschlüsse wie Firewire oder USB 2.0 fehlen, und der Rechner bietet weder Modem- noch LAN-Verbindung. Das bedeutet, dass der User das System im gelieferten Zustand nicht einsetzen kann: Er muss es aufschrauben (zum Glück nur eine Schraube für das komplette Chassis) und Modem-, ISDN- oder LAN-Adapter einsetzen. Auch bietet das MSI-Mainboard K7T266 Pro2 vier USB-Anschlüsse. Vobis nutzt aber bloß zwei und führt sie nach außen, an die Rückseite des Gehäuses.

Komplett ist der Vobis-PC dafür wieder bei der Ausstattung mit Software. Das Betriebssystem ist Windows XP, und als Office-Lösung liegt die Lotus Smartsuite bei, mit der Privatanwender allemal auskommen. Auch an der Konfiguration des Systems war nichts auszusetzen. Vobis bietet ein gutes Support-System, zu dem die ständig verbesserte Website viel beiträgt, aber die Garantie geht nicht über die gesetzlich vorgeschriebenen 24 Monate hinaus.

Der Highpaq D XD Power bietet einen guten Kompromiss aus Leistung und Preis. Wer dringend einen neuen PC sucht, um ein altes Modell zu ersetzen, liegt mit diesem Modell nicht daneben, vor allem, wenn er LAN- oder ISDN-Karte weiterverwenden möchte.

Ein Kauf kommt für diejenigen nicht in Frage, die mit Spielen nichts am Hut haben (denn sie würden für eine Grafikkarte zahlen, die sie absolut nicht benötigen). Außerdem sollte man den PC am besten im Hobbykeller aufstellen. Das Betriebsgeräusch ist etwa (Telefon-)Gesprächen durchaus abträglich.

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