So testet ZD Net DVD-Brenner, DVD-ROM Laufwerke und Combo-Drives

Die Plattform Im ZDNet DVD-Labor kommt eine Dual-Athlon-MP-Workstation als ...

Die Plattform
Im ZDNet DVD-Labor kommt eine Dual-Athlon-MP-Workstation als Testplattform zum Einsatz. Diese wird von zwei AMD Athlon MP Prozessoren mit 1200 MHz (Kühler von Alpha / Innovatek) auf einem MSI K7 Master-L Mainboard mit 512 MByte Infineon DDR-SDRAM Typ PC2100 und einer Case-Latency von 2 (CL2) angetrieben. Das Netzteil stammt von Enermax und hat 550 Watt. Eine 80 GByte Festplatte von IBM, eine ASUS V8400 Grafikkarte mit Nvidia Geforce 3Ti500, eine Intel Netzwerkkarte, ein Firewire-PCI-Adapter von Belkin sowie der 17-Zoll-TFT-Monitor von Philips (170S2) runden das Testsystem ab. Getestet wird auf Windows 2000 oder Windows XP Professionell.

Informationssammlung
Die RPC-Einstellung werden mit dem DVD-Tweak und Ländercode-Wechsel-Programm DVD-Genie in der deutschen Version 4 geprüft. Beim RPC (Region Protection Code) handelt es sich um eine Maßnahme, die unter Vorgabe der Unterhaltungsindustrie, vor etwa zweieinhalb Jahren eingeführt wurde. Es gibt dabei zwei Stufen: RPC-1 erlaubt uneingeschränkt das Wechseln des Ländercodes. Während RPC-2 einen solchen Wechsel nur 4 bis 5 Mal erlaubt. Nach der letzten Änderung speichert die Laufwerkslogik die letzte Einstellung und sperrt den Zugriff. Eine Änderung ist nur noch durch den Hersteller möglich. Diese ist angeblich auch wieder auf 4 bis 5 Mal beschränkt. Zur Info: Der Ländercode ist eine umstrittene Kopierschutzmaßnahme, welche festlegt, daß nur Medien einer bestimmten geografischen Region auf entsprechenden Playern mit dem gleichen Code abgespielt werden können. Hierzulande und im rest Europas sowie in Japan gilt der Ländercode 2. Weitere Ländercodes gibt es zum Beispiel für die USA (Ländercode 1) oder Australien und Südamerika (Ländercode 4). Insgesamt gibt es 8 Ländercodes plus die Einstellung „0“, welche ein Abspielen auf allen Playern erlaubt (=All Regions, Regionfree).

Nero Infotool ist ein nützliches kleines Programm, daß Informationen aus der Firmware des Laufwerks (eine Art Laufwerks-BIOS) ausliest und als Zusammenfassung von Eigenschaften auf dem Bildschirm ausgibt. So lassen sich die Firmware-Version, laut Hersteller unterstützte Disc-Formate, höchste spezifizierte Geschwindigkeit und ähnliches per Knopfdruck auslesen. Damit kann das Labor Informationen, wie etwa Cache-Größe oder, falls DVD-Genie nicht in der Lage ist das zu tun, die RPC-Einstellungen bekommen.

Messungen (Lesen)
Zum Testen der Laufwerks-Performance beim Rippen von DVD-Videos wird eines der zur Zeit schnellsten Programme für diesen Zweck, Smartripper, verwendet. Als Test-DVD kommt entweder „Lara Croft – Tom Raider“ oder eine von drei „Scooby-Doo“-Zeichentrick-DVDs zum Einsatz. Da Smartripper Größe und Zeit während des Ripp-Vorgangs anzeigt, muss zum Schluss des Vorgangs lediglich die benötigte Zeit und die kopierte Datenmenge in MBytes abgelesen werden.

Mit Nero CD-Speed lässt sich sehr einfach die Ladezeit für CD- und DVD-Medien ermittelt. Die Ladezeit ist die Zeit, die das Laufwerk benötigt um nach Betätigen des Ein-/Auswurfknopfs die Schublade zu öffnen, einzuziehen und die eingelegte CD/DVD zu erkennen.

Freemeter ist ein weiteres Freeware-Programm zur Messung von Ressourcen-Auslastung, wie zum Beispiel die CPU Belastung und Speicherbelegung. Damit wird Belastung beim Abspielen von Audio-CDs beziehungsweise DVD-Videos gemessen. Für ein möglichst realistisches Ergebnis wird mit WinDVD die DVD „Tomb Raider“ in einem Fenster abgespielt und etwa in die Mitte des Films vorgespult. Etwa 2 bis 3 Mal wird dann je ein Kapitelwechsel eingefädelt und dieser etwa 2 bis 3 Minuten laufen gelassen. In der Freemeter-Anzeige muss dann nur noch die durchschnittliche Belastung ablesen werden. Die Messung zur CPU-Belastung bei Audio-CDs wird entsprechend synchron dazu, allerdings mit dem Windows Media Player, ausgeführt. Hier kommt die aktuelle „Iron Maiden Live CD – Rock in Rio“ als Referenz-CD zum Einsatz.

Mit der gleichen CD wird auch die Audio-Grabbing-Leistung gemessen. Da es sehr viele verschiedenen Programme mit Audio-Grabbing-Funktion am Markt gibt und alle etwas anders arbeiten, kommen bei unserem Test zwei der meist benutzten Programme zum Einsatz: Audiograbber und Music Match 7. Aus der niedrigsten und höchsten Geschwindigkeit beim Grabben jeweils des ersten und letzten Tracks lässt sich ein Mittelwert errechnen, der in etwa der durchschnittlichen Geschwindigkeit für die gesamte CD entspricht. Aus den Mittelwerten beider Programme lässt sich anschließend ein Schnitt errechnen, der für den Test ausschlaggebend ist.

Für den Test in Sachen Fehlerkorrektur kommen gleich drei CDs zum Einsatz: ein Original (700MB CD-R, MP3 Files) und zwei präparierte Kopien. Grundlage bilden silberfarbene Rohlinge von Imation, TDK oder Philips, da diese sehr gute Leseeigenschaften haben. Eine der CDs bleibt dabei unberührt – das „Original“, die zweite wird durch einen zur Datenspur parallel eingeritzten Kratzer schwer lesbar gemacht und bei der dritten CD wird senkrecht zur Datenspur ein von Innen nach Außen verlaufendes V eingeritzt. Die CDs werden jeweils hintereinander auf die Festplatte des Testrechners kopiert oder zumindest versucht zu kopieren. Ob mit oder ohne Erfolg, die Zeitdifferenz wird gestoppt und der prozentuale Anteil kopierter Dateien ermittelt.

Der Key2Audio Kopierschutz, wie er von BMG, Sony Music und immer mehr Plattenfirmen eingesetzt wird, ist derzeit ein großes Thema in der PC-Welt. Er unterbindet nicht nur die Anfertigung von Kopien sondern größtenteils können die so geschützten Medien nicht einmal auf einem PC/MAC abgespielt werden!!! In erster Linie wir geprüft, ob das Laufwerk die CD richtig erkennt (als Audio-CD) und es diese gar abspielen kann. Ausserdem wird mit Music Match 7 überprüft, ob sich die Audio-Spuren auslesen und als MP3 auf der festplatte ablegen lassen. Als Test-Medium kommen zur Sicherheit gleich drei CDs zum Einsatz: „Shakira – Laundry Service“, Spiderman Soundtrack und der Soundtrack zu „Star Wars Epsiode II: Angriff der Klonkrieger“.

Die wichtigsten Messungen, nämlich Leseleistung und Zugriffszeit, werden mit Jörn Fiebelkorns CDVD Benchmaak 2 auf Herz und Nieren geprüft. Dabei werden jeweils in der Kategorie CD und DVD mit möglichst allen vom Laufwerk erkennbaren und lesbaren Medien Messungen vorgenommen, um möglichst realistische Durchschnittswerte zu ermitteln. Dabei kommen folgende Referenz-Titel zum Einsatz:

Im Bereich CD:  
CD-ROM Anwendung Microsoft Office Professional Disk 1
CD-ROM Spiel Anno 1602
Audio CD Chimaira „Pass Out Of Existence“
Mixed Mode Audio CD / CDXA Iron Maiden „Live In Rio“
CD-R 650 Mbyte / 74 Minuten MP3-CD
CD-R 700 Mbyte / 80 Minuten MP3-CD
CD-RW Microsoft Windows XP Pro. Update

Im Bereich DVD:  
DVD-ROM Microsoft Encarta 2001
DVD-R MPEG-2 Video, 2870 MByte
DVD-RW MPEG-2 Video, 2870 MByte
DVD+R MPEG-2 Video, 2870 MByte
DVD+RW MPEG-2 Video, 2870 MByte
DVD-RAM MPEG-2 Video, 2870 MByte
DVD-Video (DVD-9) Apocalyptica Live DVD

Messung (Schreiben)
Wesentlich unkomplizierter, aber dafür umso Zeitaufwendiger, ist die Ermittlung der Schreibleistung. Hier kommt die Brennsoftware Nero von Ahead in der Version 5.5.9.0 zum Einsatz. Damit wurde jeweils ein Medium von allen vom Laufwerk unterstützten Formaten gebrannt. Als Quelle dienen abwechselnd einmal ein Image auf der Festplatte und ein zweites DVD-Laufwerk mit einem entsprechenden Medium, dass dann kopiert wird.

Themenseiten: Servers, Storage, Storage & Server

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