Die Bildsuche kann wahlweise im optischen Sucher, der etwas klein ist und keine Parallaxenmarkierung hat, oder auf dem 40,6 mm LCD-Display erfolgen, das im Vergleich zur Kamera gut dimensioniert ist und eine korrekte Auffrischungsfrequenz hat. Das reicht für normalen Gebrauch, ist aber für schnelle Motive etwas knapp. Die Kamera ist mit einer Autofokus-Optik ausgestattet, die 38 mm entspricht, wobei ein numerisches Zoom mit Faktor 3 versucht, das Fehlen eines optischen Zooms zu bemänteln.

Der 2,1-Megapixel-Sensor wird in zwei Auflösungen verwendet – 1.752 x 1.168 oder 876 x 584, bei festem Kompressionsniveau. Die Wiedergabequalität ist für einen Sensor dieses Typs mehr als korrekt: die Bilder haben gute Detailgenauigkeit und Farbtreue. Zu bemängeln sind einzig das etwas zu stark geratene Jpeg-Kompressionsverhältnis (ab zweifacher Vergrößerung erkennt man die Bildmosaike) und bei hellen Bildpartien verbrannte Zonen (ohne Details). So verschwindet z.B. der Umriss der Blütenblätter eines Margeritenstraußes in einem einförmigen weißen Hintergrund. Das integrierte Blitzgerät bietet ein breites Spektrum von Funktionen: Betonung, Nachtaufnahmen, Rote-Augen-Vermeidung. Jedoch kann der Blitz durch seine bescheidene Stärke Probleme verursachen, wenn man etwas weiter nach hinten geht (z.B. bei Gruppenaufnahmen).

Die LS420 ist nicht für Fotos mit schneller Bewegung gedacht. Sie braucht 4 Sekunden bis zur Einsatzbereitschaft und fast genausoviel Zeit zwischen zwei Suchereinstellungen – wozu noch die Verzögerung durch die abschließende Zusatzbehandlung kommt, die bei Serienaufnahmen sogar mit der Zahl der Aufnahmen wächst (ca. 20 Sekunden für 8 Fotos).

Die Kamera bietet einige zusätzliche Funktionen: Audio-Video-Aufzeichnung und Selbstauslöser. Sie hat einen Video-Ausgang zum Anschluss an einen Fernseher (PAL oder NTSC), wobei sich der integrierte Diaporama-Modus (mit regelbarem Intervall) als nützlich erweist. Will man die Bilder auf den Rechner übertragen, so nimmt man die mitgelieferte Aufnahme-Station, mit der auch die Akkuaufladung erfolgt. Das erspart wiederholte Kabelhandhabung, da die Aufnahme-Station permanent angeschlossen bleiben kann.

Noch ein Pluspunkt für eine leichte Handhabung: Es ist nicht nötig, die Kamera einzuschalten und den Übertragungsmodus auszusuchen. Ein einziger Knopfdruck an der Aufnahme-Station genügt, um die Kamera in die Peripherie des Arbeitsplatzes aufzunehmen, wobei Windows Me/XP-Anwender noch nicht einmal den Treiber installieren müssen. Die eingebaute 8 MByte-Speicherkarte garantiert ca. 15 Bilder, und man kann die Unabhängigkeit durch Einsatz von zusätzlichen Speicherkarten vom Typ MMC/SD erhöhen. Der Akku garantiert bei normalem Gebrauch ungefähr eine Stunde Netzunabhängigkeit. Ein schöner kleiner Apparat zu einem attraktiven Preis.

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