Für dieses Leistungsspektrum verlangt Lexmark gerade einmal 179 Euro, in der Netzwerkversion für den Z65n dann 249 Euro (mit integriertem Ethernet-Adapter, TCP/IP-Netzwerkprotokoll-Unterstützung für kleine Netzwerke). Ob der Lexmark all diese Leistungen zu einem sehr attraktiven Preis tatsächlich vollbringt, zeigt sich recht schnell im Testlabor.

Lexmark Z65

Optisch ansprechend und futuristisch wirkt jedenfalls das dunkelblaugraue Gehäuse mit seiner hellgrauer Front und den ebenfalls hell gehaltenen Seitenteilen in jedem Fall. Lexmark bezeichnet diese Zusammenstellung Polar Frost und Nordic Night. Passsend dazu: das chromfarbene Bedienfeld mit den drei grünbeleuchteten Tasten. Um auch den Officeanforderungen gerecht zu werden ist der A4-Tintenstrahler Z65 gleich mit zwei Papierschächten ausgestattet. So kann beispielsweise der Schacht für Briefpapier oder der Schacht für normales Kopierpapier nach Belieben angesteuert werde, ohne dass das Papier manuell ausgetauscht werden muß.

Dass Lexmark bei diesem Drucker vor allem auf eine extrem einfache Handhabung setzt, zeigt die automatische Papiererkennung im ersten Schacht, auch Precision Sense genannt. Ohne einen Druckvorgang starten zu müssen, gibt der Treiber bereits Auskunft über die eingelegte Papiersorte. Auf Wunsch sucht sich der Treiber je nach Druckdokument die optimalen Einstellungen für die Vorlage und das eingelegte Papier, nachdem man selbst die bevorzugte Qualitätsstufe ausgewählt hat. Das oft mühsame Optimieren der Einstellungen fällt damit zumindest teilweise weg.

Die Installation läuft einfach und ohne nennenswerte Schwierigkeiten ab, stiftet nur einmal Verwirrung, da sich zumindest in der getesteten deutschen Version mitten in der Installation eine französische Anweisung eingeschlichen hat. Die Abhilfe eines Papierstaus wird auch zweisprachig erläutert – wohl dem, der der französischen Sprache mächtig ist. Was die Funktionen anbelangt, veranlasst der Z65 an so mancher Stelle im Treiber zum Schmunzeln. So bietet das Wartungstool auch Hilfestellung zur Entfernung von Rückständen japanischer Postkarten an.

Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine Druckrollen-Reinigung mit Hilfe eines speziellen Reinigungspapiers. Die Rollen müssen aber nur gereinigt werden, wenn „Hagaki-Papier“ oder eine andere Papiersorte verwendet wurde, die Pulverrückstände hinterläßt. Die automatische Patronenausrichtung funktionierte beim ersten Testlauf nicht ganz hundertprozentig und mußte noch einmal nachjustiert werden.

Ansonsten ist der Treiber gut und übersichtlich stukturiert und gibt dem Anwender jede Menge Tipps an die Hand. Während des Druckautrags informiert ein Fenster über den Druckstatus und den Füllstand der beiden Tintenpatronen. Für die Anzeige stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, weitere „skins“ können via Internet heruntergeladen werden.

Lexmark setzt beim Z65 zwei neue Druckköpfe, einen Schwarz-Kopf und einen kombinierten Farbkopf mit deutlich mehr Düsen. Sofern der Farbanteil weitgehend gleichmäßig verteilt ist, stellt eine Kombipatrone kein Problem dar. Werden aber gerade im Officeeinsatz Präsentationen oder einfarbige Logos gedruckt, bieten sich unter Umständen Modelle mit getrennten Farbpatronen besser an.

Fazit:

Sind die ersten kleinen Anlaufschwierigkeiten behoben, druckt der optisch attraktive, wenn auch nicht gerade platzsparende Z65 mit hervorragender Druckqualität und ist – abgesehen vom Druck auf Fotopapieren – hinsichtlich des Papiers nicht sonderlich wählerisch. Damit bleibt man bei der Wahl des vergleichsweise teuren Spezialpapier relativ unabhängig. Die zwei Papierschächte erweisen sich in der Praxis als durchaus praktisch, der Treiber ist intuitiv zu bedienen. Die schnell trocknende Tinte soll lichtbeständig und auch Barcode-geeignet sein.

Die angegebenen Druckzeiten muß man – wie bei den meisten Tintenstrahldruckern, mit dem nötigen Abstand betrachten, da sie im Praxiseinsatz doch deutlich von den Hersteller-Angaben abweichen. Verglichen mit anderen Tintenstrahlern zählt der Lexmark aber vor allem im Textdruck zu den schnellen Modellen auf dem Markt, beim Fotodruck ist er dagegen vergleichsweise langsam. Für den Preis von gerade mal 179 Euro – teilweise wird er schon für 20 Euro weniger angeboten – erhält man in jedem Fall einen sehr gut ausgestatteten und schnellen Text-Drucker, der zwar bei Fotos nicht ganz so schnell ist, dafür aber – weitgehend papierunabhängig – hervorragende Druckqualität beim Farbdruck liefert.

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