Wer sich den Samsung ML-1250 genauer ansieht, wird sich anstrengen müssen, viele Unterschiede zwischen ihm und seinem Bruder, dem ML-1210, zu finden. Der größte Unterschied liegt unter der Haube: Die maximale Auflösung des ML-1210 beträgt 600 dpi (Dots per Inch), die des ML-1250 reicht bis zu 1200 dpi. Bei einem Preis von 299 Euro bietet der ML-1250 zwar eine etwas bessere Geschwindigkeit beim Drucken von Texten, aber das war es dann auch fast schon.

Bei der Einrichtung des ML-1250 stießen wir auf einige Schwierigkeiten. Der Drucker ist flexibler als der HP LaserJet 1000. Er unterstützt sowohl USB- als auch Parallel-Anschlüsse (Kabel nicht im Lieferumfang) und er arbeitet unter Windows 95, 98, 2000, NT 4.0, Linux Red Hat Version 6.0 oder höher und Mac OS 8.0 oder höher. Im Gegensatz zum HP LaserJet 1000 ist die USB-Installation des ML-1250 definitiv nicht benutzerfreundlich. Die zugehörige Anleitung zum Schnellstart ist nur dann hilfreich, wenn man vorhat, ihn über den Parallel-Port mit dem PC zu verbinden. Die Anweisungen für die USB-Installation hingegen stimmen nicht mit dem überein, was gerade auf Bildschirm passiert. Man kann den Drucker so wie wir per Trial & Error einrichten oder im Anhang der Anleitung nach weiteren Anweisungen suchen. Im Anhang steht beispielsweise, dass man dafür sorgen soll, dass der Drucker-Port des PCs auf USB gestellt ist. Dieses Detail fehlt in der Kurzanleitung.

Die volle Funktionalität

Der ML1250 hat dasselbe schlichte Design wie der ML-1210. Auf der Vorderseite finden sich drei Lämpchen (Error, Paper und Data) und drei Knöpfe (Demo, Cancel und Toner Save/Toner sparen). Wie auch beim HP LaserJet 1000 ist der Papierschacht nicht herausnehmbar, aber mit seinen armseligen 150 Papierbögen liegt der ML-1250 hinter dem HP mit 250. Der Papierauswurf (an der Oberseite) fasst 100 Blatt, verglichen mit 125 beim LaserJet 1000. Der Samsung ML-1250 unterstützt verschiedene Papierarten, wie Umschläge, A4 und die Formate Legal und Executive. Es gibt ebenfalls einen alternativen Papierschacht auf der Vorderseite (ohne Ausgabeschacht) für das Bedrucken von dickeren Medien. Der ML-1250 hat einen Speicher von 4 MB, der bis 68 MB erweitert werden kann.

Die Software von Samsung sieht definitiv umfangreicher aus als die des HP LaserJet 1000. Allerdings beherrschen beide sämtliche Grundfunktionen. Zum Beispiel können die Auflösung eingestellt (300 dpi, 600 dpi oder 1200 dpi) und der Toner auf halb gestellt werden, was die Helligkeit bzw. Dunkelheit von Schattierungen regelt und die Detailtreue des Bildes beeinflusst. Es gibt Features für Wasserzeichen, Overlays und den Druck mehrerer Seiten auf einem Blatt.

Schwankende Leistung

Als wir den ML-1250 zum ersten Mal in Betrieb genommen hatten, waren wir von seiner Geschwindigkeit beim Drucken von Text beeindruckt. In den Labortests von CNET schaffte der Drucker bei Textdokumenten 9,9 Seiten/Min. Das ist etwas schneller als der ML-1210 mit 9,5 Seiten/Min.und um einiges schneller als der HP LaserJet 1000 mit 8,2 Seiten/Min. Aber nachdem wir Grafiken eingefügt hatten, sah das Ergebnis erheblich schlechter aus. Unsere kombinierten Dokumente aus Text und Grafik verlangsamten den ML-1250 auf nur noch 5,8 Seiten/Min. Autsch! Selbst der langsamere LaserJet 1000 (10 Seiten/Min.im Vergleich zu 12 Seiten/Min.beim 1250) kam auf 8 Seiten/Min.

Wir hätten dem ML-1250 diese schwache Leistung vielleicht noch nachsehen können, wenn die Qualität der Ausdrucke entsprechend gewesen wäre. Aber die Grafiken erschienen zu dunkel, wodurch bei Fotoabbildungen Details verloren gingen. Außerdem sahen schattierte Flächen ungleichmäßig aus und wiesen ein deutliches Streifenmuster auf, was ziemlich störend wirkte. Der Text sah gut aus, und der insgesamt eher dunkle Druck war beim Fettdruck und größeren Lettern auch in Ordnung, aber bei kleineren Schriftgrößen wurden die Buchstaben recht unscharf.

Bei den Kosten pro Seite liegt der ML-1250 eher im höheren Bereich. Mit Hilfe der Tuner-Spar-Funktion des ML-1250 kann man versuchen, mehr aus einer Kartusche herauszuholen. Die Funktion kann auf der direkt am Drucker oder über den Treiber aktiviert werden.

Für den ML-1250 gilt eine Garantiezeit von zwei Jahren. Danach übergibt Samsung seine Kunden im Falle von Reparaturen einem seiner autorisierten Servicezentren. Auf der Website des Unternehmens finden sich Treiber, FAQs, Handbücher und ein E-Mail-Support.

Konkurrenzfähiger Preis

Für seine 299 Euro hat der Samsung ML-1250 ein bisschen wenig zu bieten, allerdings druckt er Texte schnell und in guter Qualität. Für dasselbe Geld bietet der HP LaserJet 1000 annähernd dieselben Features und ist dabei wesentlich benutzerfreundlicher. Der Drucker kann auch nicht mit dem außergewöhnlichen Brother HL-1440 konkurrieren, obwohl der Brother mehr kostet.

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2 Kommentare zu Samsung ML-1250

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  • Am 9. Januar 2004 um 10:02 von Mark Iten

    Teure Reparatur
    Nach nur 1 1/2 Jahren und 990 gedruckten Seiten musste bei meinem Samsung ML-1250 bereits der Laser ersetzt werden. Kosten: 160 Euro!

  • Am 28. Februar 2004 um 15:39 von Christoph Baldow

    Samsung MZ 1250
    Guten Tag,
    also ich bin miz diesem Gerät gar nicht zufrieden…dieses Gerät druckt nicht einmal russische Buchstaben…stattdessen druckt er nur "Fragezeichen" also ????.
    Oder liegt das vielleicht gar nicht am Drucker? kann mir da vielleicht einer weiterhelfen?
    Danke

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