Mit ihrer hervorragenden Bildqualität ist die C-3020 eine gute Wahl für alle, die eine Mittelklasse-Kamera mit viel Flexibilität und zahlreichen fotografischen Funktionen suchen.

Stabil und voller Funktionen

Mit ihrem eckigem Design, der großen Grifffläche und einem 3fach Zoomobjektiv ist die C-3020 stabil gebaut. Inklusive Batterien und SmartMedia-Karte wiegt sie 397 Gramm und ist damit zwar bequem mit einer Hand zu halten, passt aber nicht in die Hosentasche. An der Oberseite der Kamera befindet sich ein Rädchen zur Auswahl der Modi, und eine moderate Anzahl von Knöpfen am Gehäuse der Kamera bieten Zugang zu häufig verwendeten Einstellungen wie Blitz, Makro-Modus, Spot-Metering-Belichtungsmessung und Belichtungsausgleich. Weitere Funktionen sind über das LCD-Menü zugänglich, dessen oberste Stufe personalisiert werden kann, um schnelleren Zugang zu den am meisten verwendeten Funktionen zu gewähren. Olympus hat die Kamera außerdem mit einem vom Benutzer zu programmierenden Knopf ausgestattet, der sofortigen Zugang zu einer selbst festzulegenden Funktion bietet. Obwohl es uns gefreut hat, dass der optische Sucher der C-3020 über eine Dioptrienanpassung verfügt, um Brillenträgern das Fotografieren zu erleichtern, fanden wir den Sucher doch etwas klein geraten, d.h. er zeigt ein etwas kleineres als das volle, vom CCD-Sensor aufgenommene Bild. Die Vorschau auf die Fotos über den großzügigen und hellen 1,8 Zoll LCD-Monitor der Kamera wird eine genauere Bildauswahl ermöglichen.

Wie die meisten anderen Camedia-Modelle auch, bietet die C-3020 neben dem vollautomatischen Betrieb auch Modi für die Blendenvorwahl, die Verschlusszeitvorwahl und die manuelle Belichtung. Fortgeschrittene Fotografen werden die „My Mode“-Funktion zu schätzen wissen, eine clevere Option, mit der sich die persönlichen Lieblingseinstellungen abspeichern lassen und anschließend schnell über das Einstellrädchen erreicht werden können. Die C-3020 bietet viele fortgeschrittene Einstellmöglichkeiten, die man für gewöhnlich bei Kameras in dieser Preisklasse nicht findet, darunter Blitzbelichtungsausgleich, drei Blitzmodi für Langzeitsynchronisation (Slow-Sync), automatische Spotmessung der Bildschärfe und des Makromodus, sowie Weißabgleich-Kompensation. Weiterhin gibt es auch viele Funktionen, die Schnappschussfotografen und professionelle Anwender ansprechen werden, zum Beispiel ein Panoramamodus, ein Blackboard- und Whiteboard-Modus, der die kontrastreiche und scharfe Aufnahme von fotografiertem Text ermöglicht, sowie vier Szene-Modi.

Solide Performance

Mit der C-3020 lassen sich Videoclips ohne Ton aufnehmen und sie verfügt über eine Serienbildfunktion, mit der sich 1,7 High-Quality JPEG-Bilder pro Sekunde aufnehmen lassen, und eine weitere Serienbildfunktion, die zwar langsamer arbeitet, aber für jedes Bild die Schärfe neu einstellt. Die Verschlussverzögerung (Shutter-Lag) der C-3020 fanden wir mit knapp unter einer Sekunde recht annehmbar, und selbst bei schlechten Lichtverhältnissen arbeitet ihre automatische Mehrfeld-Scharfeinstellung schnell, entschieden und im allgemeinen akkurat. Die einzigen Probleme mit dieser automatischen Scharfeinstellung hatten wir beim Fotografieren einer schwarzen Katze bei sehr schwachem Licht – ohnehin eine fast unlösbare Aufgabe. Eine Ladung der vier von uns verwendeten Nickel-Metall-Hybrid-Akkus (NiMH) reichte für etwa 70 Aufnahmen und gab uns jede Menge Zeit zum Herumspielen mit den Einstellungen und Menüs. Die Kamera kann auch mit zwei CR-V3 Batterien betrieben werden.

Die mit der C-3020 aufgenommenen Testbilder waren im Allgemeinen von hervorragender Qualität und zeigten sowohl in schattigen als auch in ausgeleuchteten Bildbereichen ein gutes Maß an Details. Die Farben sahen echt aus, und auch die automatischen und voreingestellten Kontrollen des Weißabgleichs funktionierten gut. Bei der größten Öffnung des Objektivs bemerkten wir nur einen geringen Verzeichnungseffekt, der Fokus war aber scharf und wies nur geringe Unschärfen an den Rändern des Bildes auf. Genauso waren auch die farblichen Abweichungen minimal und die Rauschverminderungs-Funktion der Kamera half dabei, die Qualität von Fotos bei schlechter Beleuchtung zu verbessern.

Für eine Kamera, die derzeit schon unter 600 Euro erhältlich ist, bietet die C-3020 eine Menge an High-End-Funktionen. Auch die Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop Elements wird mitgeliefert. Die C-3020 hat jedoch auch einige Einschränkungen. Wenn man ein externes Blitzgerät oder eine Fernbedienung benutzen möchte, oder die Kamera mit einem Fernsehgerät verbinden möchte, um die Fotos darauf anzuzeigen, sollte man sich die C-3040 leisten. Dieses Modell verfügt auch über das superschnelle f-1,8 Objektiv von Olympus, welches perfekt für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen geeignet ist. Außerdem kann diese Kamera Videoclips mit Ton aufnehmen und verfügt über einen schnelleren Serienbildmodus.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Olympus Camedia C-3020 Zoom

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *