Der Page Pro 9100 für 2200 Euro druckt laut Herstellerangaben bis zu 35 s/w-Seiten pro Minute im A4-Format und schafft bis zu 19 Seiten pro Minute im A3-Format. Bereits serienmäßig ist eine Ethernetkarte, eine USB- und eine Parallelschnittstelle integriert.

Auffallend sind die kompakten Abmessungen des PagePro totz des A3-Formates. Zur Standardausstattung gehört eine 500-Blatt-Papierkassette und eine 200-Blatt-Mehrzweckpapierzufuhr. Von den Spezifikationen für den Netzwerkeinsatz ausgelegt, wird er auch gleich in der Basisausstattung mit allen erforderlichen Schnittstellen geliefert. Eine Netzwerkkarte ist bereits integriert und muß nicht erst nachgerüstet werden. Außerdem steht eine parallele und eine USB-Schnittstelle zur Verfügung.

Das Kernstück des Page Pro 9100 bildet dabei ein neuentwickelter CROWN-III-Controller, in dem ein 250 MHz MIPS-64Bit-Prozessor für das Drucktempo und die Druckqualität verantwortlich ist. In der Basisversion ist der Page Pro 9100 mit 64 MByte Arbeitsspeicher (erweiterbar auf bis zu 512 MByte) ausgestattet, der die Ausgabe mit bis zu 1.200 mal 1.200 dpi (nicht interpoliert, sondern physikalisch) erlaubt. Dabei unterstützt der PagePro 9100 Postscript 3, PDF und PCL 6 sowie für Web-Dokumente FTP-Druck, Internet Printing Protocol (IPP) und Internet Pull Printing.

Während die Administration übers Netzwerk komfortabel und ohne Schwierigkeiten abläuft, gestaltet sich die Einbindung ins Netz selbst – zumindest war dies im Test der Fall – unter Umständen nicht ganz so einfach. Im Test kam es bei der Freigabe als Netzwerkdrucker unter Windows 2000 Server zu leichten Schwierigkeiten bei der Portzuweisung – Standard ist 9100. Die Netzwerkkarte (NIC) mußte von automatisch auf feste Größe gestellt werden (10/100 Mbit halb/vollduplex). Das Webinterface selbst lässt dabei kaum Einstellmöglichkeiten zu, jede Einstellung muss am Gerät selbst vorgenommen werden (IP-Vergabe; Protokolle Appletalk, Netware, TCP/IP), was sich als relativ zeitaufwändig und unübersichtlich gestaltet. Sind diese Anfangshürden genommen, erweist sich der 9100 hinsichtlich seiner Handhabung weitgehend pflegeleicht. Auch die Bedienerführung am Drucker über das Display fordert zumindest am Anfang etwas Geduld und Zeit.

Der Treiber bietet erweiterte Grafikoptionen, wie beispielsweise Halbton-Verfahren, Negativdarstellung, Bilddrehung, aber auch Postscript-Optionen, Überlagerungen wie Wasserzeichen et cetera.

Sollten die Anforderungen im Unternehmen gleich oder auch später steigen, zeigt sich der Minolta-QMS-Printer höchst flexibel. Durch die Modularität des Drucksystems kann der PagePro 9100 je nach Anforderung um bis zu drei weitere Papierkassetten mit jeweils 500 Blatt oder um eine optionale Duplex-Einheit ergänzt werden. Für den abteilungsübergreifenden Druck bietet Minolta eine 4fach adressierbare Mailbox als Option an. Mit ihr stehen dann vier weiteren Abteilungen oder auch Anwendern jeweils ein eigenes Druckausgabefach von jeweils 50 Blatt zur Verfügung.

Der Page Pro 9100 ist – laut Hersteller – für bis zu 150.000 Druckseiten pro Monat ausgelegt. Die Kapazität einer Toner-Kartusche liegt bei 15.000 Seiten (5 Prozent Deckung) und die Kosten dafür belaufen sich auf 230 Euro. Nach je 150.000 Seiten kommen rund 76 Euro für Papiereinzugsrollen und Transfer Roller und nach 300.000 Seiten weitere 244 Euro für die Entwicklungseinheit dazu. Die Druckkosten liegen damit bei etwa 1,7 Cent pro Seite, wenn man von der 5-Prozent-Deckung ausgeht – ohne Anschaffungskosten des Druckers selbst und ohne Papier.

Im Test beeindruckt in jedem Fall das Drucktempo, was bei einer A4-Seitenleistung der Engine von bis zu 35 Seiten pro Minute kaum verwunderlich ist. Inklusive Rechenzeit benötigt der Minolta für 35 Seiten im Textdruck 1:08 Minuten, was rund 31 Seiten pro Minute entspricht. Je nachdem, ob über der Drucker im Netz eingebunden wird oder über die USB-Schnittstelle angesteuert wird, unterscheiden sich die Druckzeiten vom Start des Druckauftrages bis zur Fertigstellung entsprechend. Während sich bei einfachen Textdokumenten kaum Unterschiede ergeben – ein Standardbrief liegt nach rund 11 Sekunden im Ausgabefach – macht sich die Übertragungsart bei umfangreichen Bilddokumenten bemerkbar. So braucht das 4-Seiten-Pagemaker-Dokument via USB insgesamt 21 Sekunden, über das Netz gerade einmal zehn Sekunden. Etwa drei Minuten nach Druck-Beendigung schaltet der Drucker in den leiseren und kaum mehr hörbaren Bereitsschafts-Modus um.

Hinsichtlich seiner Druckqualität zeigt sich der 9100 vor allem im Textdruck besonders stark. Die Grafik- und Foto-Druckqualität ist gut, fällt aber bei höherer Auflösung mit 1200 dpi bei einigen Testdateien etwas dunkel aus. Die Ergebnisse variieren zudem stark je nach Qualität des Kopierpapiers. Sehr gute Resultate erzielte der Minolta beispielsweiese auf dem hochweißen Triotec-Kopierpapier. Aufgrund des A3-Formates bietet er sich vor allem auch für Tabellen und Grafiken bis zum Format A3 optimal an.

Erweiterungs-Möglichkeiten Kosten
Basismodell € 2.198
Speichererweiterung auf 320 MByte € 382
Festplatte € 522
Untere Kassetteneinheit 1 (500 Blatt) € 400
Untere Kassetteneinheit 2 (500 Blatt) € 400
Untere Kassetteneinheit 3 (500 Blatt) € 400
Duplexeinheit € 458
Mailbox, 4-Fach (50 Blatt/Fach) € 690
Gesamtkosten € 5.451

Fazit

Im Vergleich zu anderen A3-Monochrom-Lasergeräten seiner Klasse präsentiert sich der Minolta nicht nur mit einem insgesamt sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis und einer guten Druckqualität, sondern er zeichnet sich durch seine bereits umfangreiche und durchdachte Basisausstattung aus. Gute Ausbaumöglichkeiten sorgen dafür, dass er mit den jeweiligen Ansprüchen – und dabei noch bezahlbar – mitwachsen kann. Der Minolta PagePro 9100 bietet sich als schneller und flexibler Abteilungsdrucker oder auch Einzelplatzdrucker für regelmäßige und umfangreiche Druckaufträge bestens an. Durch das A3-Format eignet er sich auch besonders für die Ausgabe von Statistiken, Tabellen et cetera.

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