HP versucht ihn gegen kostengünstige Laserdrucker wie den Samsung ML-1250 durchzusetzen. Hat HP alles über Board geworfen, um dieses Preisniveau zu erreichen? Ja, insbesondere im Hinblick auf Geschwindigkeit und Anschlussmöglichkeiten. Aber der LaserJet 1000 besitzt noch genügend gute HP-Merkmale, ganz besonders hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit, um gegen die Konkurrenz in dieser Preislage anzutreten.

Anfangen ohne Anstrengung

Man muss den LaserJet 1000 nur auspacken und kann beinahe loslegen – den größten Teil der Arbeit erledigt der Drucker für einen. Man installiert noch die integrierte Toner-Kartusche, steckt die Kabel ein (HP liefert alle mit), legt die CD-ROM ein und schon ist alles eingerichtet – vorausgesetzt, der PC verfügt über einen USB-Port. Die wesentlichsten Einschränkungen des LaserJet 1000 betreffen dessen Kompatibilität und dessen Anschlussmöglichkeiten. Der Drucker unterstützt Windows 98, 2000, Me und XP, jedoch nicht Mac oder Linux. Und er kann nur via USB angeschlossen werden, nicht über den Parallel-Port. Die Dokumentation ist auf dem für HP typisch hohen Standard. Neben dem illustrierten Getting Started-Handbuch ist auch die Online-Dokumentation vollständig und detailliert und enthält Anleitungen, wie die einzelnen Aufgaben Schritt für Schritt auszuführen sind. Auf der CD-ROM befindet sich noch eine Video-Hilfe zu den Fehlermeldungen des Druckers.

Einfach und doch anspruchsvoll

Obwohl er ein wenig größer ist als der Samsung ML-1250, ist das Design des LaserJet 1000 recht gefällig. Das Design ist in Ordnung, aber es zeigt auch, wo HP die Kosten spart. So ist beispielsweise der vordere Papierschacht nicht herausnehmbar wie der des HP LaserJet 1200. Stattdessen lässt sich der grünlich-transparente Deckel leicht anheben und dann das Papier in den integrierten Schacht einlegen. Leider geht der Deckel auch ziemlich leicht ab. Der Zufuhrschacht hat Platz für üppige 250 Blatt Papier, der Ausgabeschacht (oben auf dem Gerät) reicht für 125 Bögen. Der Drucker unterstützt die üblichen Druckmedien, wie Briefumschläge, Transparentpapier, Etiketten, A4 und die Formate Legal und Executive. Für dickere Druckmedien lässt sich auf der Rückseite ein Klappe öffnen, so dass ein gerader Papiereinzug zur Verfügung steht. Und wie die meisten billigeren Drucker ist auch der LaserJet 1000 an den Host gebunden, d.h. er nutzt zur Bewältigung der Druckaufgaben die Prozessorleistung und den Speicher des PC. Das wiederum heißt, dass die Geschwindigkeit des Druckers bis zu einem gewissen Grad von der Geschwindigkeit des Computers abhängt.

Die Treiber-Software für den LaserJet 1000 erscheint simpel, enthält aber eine Menge von nützlichen Features. Die vier Registerkarten lauten: Finishing, Effects, Paper und Basics. Zu jeder gehört eine Dropdown-Liste zur schnellen Bedienung, in die man die Namen von benutzerdefinierten Konfigurationen für den späteren schnellen Zugriff ablegen kann. Bezüglich der Ausgabequalität kann man die üblichen Anpassungen vornehmen, wie die Einstellung auf 300 dpi, auf standardmäßige 600 dpi oder auf den EconoMode, in dem etwas weniger Toner verbraucht wird. Man kann auch Wasserzeichen einsetzen und ein, zwei, vier, sechs oder neun verkleinerte Seiten auf einem Blatt ausdrucken.

Was hinten rauskommt

Beim Drucken von Textseiten ist der LaserJet 1000 im Vergleich zu anderen Druckern dieser Preisklasse ein bisschen langsam. Mit 8,2 Seiten/Min. kam er in unseren Labortests lobenswert nahe an die von HP angegebenen 10 Seiten/Min. Er war damit immer noch ein bisschen langsamer als der preislich vergleichbare Samsung ML-1250, der 9,9 Seiten/Min. schaffte (laut Hersteller 12 Seiten/Min.). Der teurere Bruder des LaserJet 1000, der LaserJet 1200, warf immerhin 11,4 Seiten/Min. aus. Beim Drucken von Grafiken holte der LaserJet 1000 kräftig auf und schaffte beachtliche 8 Seiten/Min., womit er den Samsung ML-1250 mit nur 5,8 Seiten/Min. hinter sich ließ. Während unserer Tests stellten wir noch ein weiteres Positivum zugunsten des LaserJet 1000 fest: Er arbeitet in Flüsterlautstärke. Man wird sich oft fragen, ob er wirklich am Drucken ist.

Die Druckqualität des LaserJet 1000 ist zumindest bei Textausdrucken akzeptabel. Der sieht gut aus, ist allerdings ein wenig zu hell. Das führt bei Schriftgrößen bis zu 7 Punkten zu unvollständig ausgedruckten Lettern. Hell bedeutet aber nicht immer schlecht. Beispielsweise druckt auch der Brother HL-1440 die Texte ein wenig hell, aber die Zeichen sehen gut aus und sind leserlich. Mit dem HP LaserJet 1000 gedruckte Grafiken sehen etwas fleckig aus, und wir hätten lieber sauberere Ausdrucke von Fotos.

Leute, die Drucker in diesem Preissegment kaufen, achten im Allgemeinen auch auf die Kosten der Verbrauchsmaterialien und in dieser Hinsicht steht der LaserJet 1000 gut da. Ein Plus für die Umwelt: Man kann die benutzten Tonerkartuschen recyceln lassen, indem man sie an HP zurückschickt. Dazu liegt ein bezahlter Versandaufkleber bei.

Für den LaserJet 1000 gilt die übliche Garantiezeit von einem Jahr. Auf der Website von HP sind die neuesten Treiber, Handbücher, FAQs und ein E-Mail-Support zu finden.

Fazit

Der HP LaserJet 1000 ist ein ordentlicher kleiner Drucker für sein Geld. Benutzer, die eine günstigere Version des LaserJet 1200 suchen, sollten die Geschwindigkeit und die Einschränkungen bei den Anschlussmöglichkeiten sorgfältig in Augenschein nehmen. Wer bereit ist, nur etwas mehr zu bezahlen, kann einen schnelleren Drucker mit besserer Druckqualität bekommen, den Brother HL-1440. Aber immerhin hat der HP noch einige andere wichtige Vorzüge vorzuweisen, wie die einfache Handhabung und die gute Druckqualität, auf Grund derer er für Käufer durchaus eine vernünftige Wahl sein könnte, die ein enges Budget haben, aber für ihr Geld auch etwas erhalten wollen.

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